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Archiv 2010

2. April 2010

Europäisches Jahr gegen Armut

Leuchtturmprojekt der Diakonie Dortmund

„Wir sind sehr froh, dass wir durch dieses Projekt in der lokalen Flüchtlingsberatung ein Angebot für geduldete Menschen durchführen können“ freut sich Diakoniegeschäftsführerin Anne Rabenschlag. Die Flüchtlingsarbeit ist ein traditioneller Aufgabenbereich des Diakonischen Werkes Dortmund und Lünen.

 

Geduldet ohne Rechte

Diese Arbeit umfasst die Asylverfahrens-, kommunale- und Rückehrberatung. Nach dem Asylverfahren und der Entscheidung des Bundesamtes für Flüchtlinge und Migration (BAMF) wird eine kleine Gruppe anerkannt. Die Mehrheit aber wird abgelehnt und erhält somit die sog. Duldung. Diese Duldung stellt keine Berechtigung auf den Besuch eines Sprachkurses, einen Aufenthalt, eine Wohnung oder Ausbildung dar. Währenddessen sind Flüchtlinge weiterhin motiviert und hoffen auf eine Besserung ihrer Situation. Doch sie stellen immer wieder fest, dass sie sich in der aufnehmenden Gesellschaft nicht auskennen und wissen, dass sie von Menschen abhängig sind, die ihnen eine Stütze sein könnten, um sich in der neuen Umwelt orientieren zu können.

 

Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe

Mit dem Projekt „Vernetzung und Strukturierung von haupt- und ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe für geduldete Flüchtlinge“ wird ein zusätzliches Beratungsangebot für diese Gruppe von Menschen gewährleistet. Darüber hinaus wird ein Ehrenamtlichenpool aufgebaut werden. Hier sollen Ehrenamtliche geschult werden, um sich anschließend in den Alltag der Flüchtlinge so einzubringen, dass sie auf ihre Bedürfnisse und Anliegen eingehen können. Für Ehrenamtliche steht die hauptamtliche Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes beratend und unterstützend zur Verfügung und organisiert die Einsätze. „Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenzubringen ist ein wichtiger Bestandteil unser Arbeit für und mit Migranten“ stellt Fachbereichsleiter Werner Bracht fest und ergänzt: „Im Ehrenamt kann man tatkräftig helfen – Hilfe die ankommt“ Die Unterstützung durch das Element des Ehrenamts stellt eine Stütze für Flüchtlinge dar, indem Menschlichkeit, Akzeptanz und Zugehörigkeit vermittelt werden. Trotz fehlendem Aufenthaltsstatus wird mit den Flüchtlingen durch das Projekt und den ehrenamtlichen Einsatz möglichst ressourcenorientiert gearbeitet. Auch über das Europäische Jahr hinaus werden diese Hilfebeziehungen Bestand haben.

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