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Archiv 2010

20. Januar 2010

Glaubwürdigkeit der Kirche steht auf dem Spiel

Diakonie RWL bedauert Fehlentwicklungen der Heimerziehung in den 50er - 60er Jahren

Dr. Becker am Podium

Pfarrer Dr. Uwe Becker

Beim Neujahrsempfang des Evangelischen Fachverbandes für Erzieherische Hilfen RWL forderte der Vorstand der Diakonie RWL, Pfarrer Uwe Becker, eine sorgfältige Aufarbeitung der Geschichte der Heimerziehung. Am Umgang mit der eigenen Vergangenheit hinge die Glaubwürdigkeit von Kirche und Diakonie.

 

Pfarrer Dr. Uwe Becker, Vorstand der Diakonie RWL, äußerte sich in seinem Grußwort vor rund 80 Vertreterinnen und Vertretern von diakonischen Erziehungshilfe-Einrichtungen über die Geschehnisse in der Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren. Die Diakonie und ihre Mitgliedseinrichtungen müssten „schonungslos, aber natürlich auch differenziert und mit der notwendigen Sorgfalt die Aufklärung, die Aufarbeitung und auch die Begleitung der Betroffenen, da wo sie gewünscht wird“, betreiben. Bis heute hätten manche Kinder und Jugendliche von damals spürbare Narben, die seelische und körperliche Misshandlungen hinterlassen haben.

 

„Nicht weniger als die kirchlich-diakonische Glaubwürdigkeit als solche steht auf dem Spiel“, so Becker weiter, wenn es darum geht, wie Kirche, Diakonie und ihre Einrichtungen mit der eigenen Vergangenheit umgingen. Die Diakonie RWL führt gemeinsam mit dem Ev. Fachverband für Erzieherische Hilfen RWL regelmäßige Fachgespräche mit Mitgliedern, Wissenschaft und Vertretungen am Runden Tisch Heimerziehung in Berlin durch. „Der enge Kontakt und der Austausch mit Ehemaligen und Betroffenen ist uns dabei besonders wichtig“, erklärt Maria Loheide, Geschäftsbereichsleitung Familie, Bildung und Erziehung der Diakonie RWL.

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