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2. November 2011

Anlaufstelle für Menschen in Not

Diakonische Zentrum Saarbrücken hat ein neues Domizil

Gesundheitsminister Georg Weisweiler mit Diakoniepfarrer Udo Blank

„Das Diakonische Zentrum in Saarbrücken ist eine zentrale Anlaufstelle für alle Menschen in Not in der Landeshauptstadt und darüber hinaus“, sagt der saarländische Diakoniepfarrer Udo Blank. Oberstes Anliegen aller Einrichtungen im Haus sei die Bekämpfung von Armut in all ihren unterschiedlichen Ausprägungen.

Blank verdeutlichte dies am Leitbild des Diakonischen Werkes an der Saar (DWSAAR). Dort heißt es: „Wir begleiten und beraten Menschen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Wir trösten, stärken und fördern sie, pflegen, erziehen sie und bilden sie aus“. All dies stehe im Mittelpunkt des Handelns der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in der Wohnungslosenarbeit, in den ambulanten Hilfen, in den Integrationskursen oder in der St. Johanner Börse.

 

Auszug aus der Alten Kirche

Mit einem „Tag der offenen Tür“ stellte das DWSAAR sein neues Domizil in der Johannisstraße 4 im Nauwieserviertel vor. Der Umzug aus der Alten Kirche war notwendig geworden, da die Kirchengemeinde St. Johann das Gotteshaus an das Saarland verkaufen will. Blank dankte der Stadt Saarbrücken für die Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Standort.

 

Hilfen für Wohnungslose

Es gab auch Hilfe von der Landesregierung. Das Saarländische Gesundheitsministerium unterstützt den Umzug und die Arbeit für Wohnungslose mit 10.000 Euro für die Einrichtung eines Bades. Gesundheitsminister Georg Weisweiler war mit einem Scheck zum Tag der offenen Tür gekommen: „Um diejenigen Menschen zu erreichen, denen das Diakonische Werk helfen will, ist es notwendig, auch in deren Nähe zu sein. Ich wünsche dem neuen Zentrum, dass es als wichtiges Versorgungselement in seinem Stadtteil im Nauwieser Viertel wahrgenommen wird.“

 

Kleiderkammer und medizinische Versorgung

Das Diakonische Zentrum vereint eine ganze Reihe von Einrichtungen: Im Erdgeschoss sind die St. Johanner Börse, wo Bedürftige gut erhaltene Kleider und Haushaltswaren erwerben können, sowie die Praxis medizinische Grundversorgung für Wohnungslose untergebracht. Im ersten Stock residieren die Sozialberatung, die Fachberatungsstelle für Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen sowie die „Streetwork“. Eine Etage höher bietet die Migrationsarbeit des DWSAAR Integrationskurse für Zuwanderer an. In den oberen Stockwerken befinden sich das „Ambulant betreute Wohnen“, eine intensive Betreuung für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten, die „Ambulanten Hilfen“, die Menschen mit seelischen Behinderungen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft ermöglichen, sowie der Betreuungsverein Saarbrücken und Saar.

 

Mit den unterschiedlichsten Aktivitäten machten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Besucherinnen und Besucher des „Tages der offenen Tür“ mit ihrer Arbeit bekannt. Unter anderem konnte jeder selbst einmal feststellen, ob er den Einbürgerungstest für Zuwanderer bestehen würde.

 

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