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Archiv 2010

16. September 2010

Zwischen Schule und Jugendhilfe

Weiterbildungskurs Soziale Arbeit an Schulen

Das Bildungswesen verändert sich: Neue Leistungsanforderungen, neue Formen der Unterrichtsorganisation und der Ausbau der Ganztagsbetreuung. Zwischen Jugendhilfe und Schulen kommt es zu Überschneidungen. Die Schulsozialarbeit wird immer bedeutender, deshalb braucht es qualifizierte Mitarbeiter.

Schon zum zweiten Mal bietet das Institut für Fort- und Weiterbildung der Evangelischen Fachhochschule RWL zu diesem Themenfeld einen Zertifikationskurs an, der zur Stärkung und Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit an Schulen durch die Qualifizierung der Fachkräfte beitragen soll. Am 14. Januar beginnt der diesjährige Weiterbildungskurs Soziale Arbeit an Schulen der Evangelischen Fachhochschule RWL. Die Weiterbildung richtet sich an Sozialarbeiter und Sozialpädagogen und vergleichbar qualifizierte Fachkräfte, die in Schulen tätig sind bzw. intensiv mit Schulen kooperieren – im Einzelfall auch anders qualifizierte Fachkräfte. Der Kurs erstreckt sich über einen Zeitraum bis Dezember 2011 und wird in Kooperation mit der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen-Lippe und der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe angeboten.

 

Stärkung der Sozialen Arbeit an Schulen

Der Sozialen Arbeit an Schulen bzw. der intensiven Zusammenarbeit mit Trägern der Jugendhilfe kommt eine immer größere Bedeutung zu, ohne dass dieses sich zunehmend etablierende Handlungsfeld über ein eindeutig erkennbares Profil oder über klare Aufgabenbeschreibungen verfügt. Diese Erfahrung haben auch die Teilnehmer des ersten Fortbildungskurses gemacht. Zum Beispiel die Heilerziehungspflegerin Julia Winkens: „Grundsätzlich habe ich in meinem Arbeitsfeld das Problem, dass ich häufig auch in Vertretungssituationen aushelfen muss und dann nicht mehr der Schulsozialarbeit zur Verfügung stehe. Eine weitere Herausforderung stellt sich für mich in der geringen Akzeptanz und Wertschätzung der Arbeit dar.“ Hier greift das Fortbildungsangebot ein, will Klärungen, Akzeptanz und Hilfe bei der Vernetzung anbieten. Mit Erfolg, wie Julia Winkens zu berichten weis: „Die Fortbildung hat mir insofern geholfen, dass ich gestärkt wurde, mein Arbeitsfeld weiter abzugrenzen. Auch war der Austausch mit den anderen Teilnehmern eine große Hilfe, da diese auch meist viel länger im Beruf waren als ich.“ Für andere Teilnehmer war es wichtig, die sehr komplexe Organisation der Schulsozialarbeit mit Hilfe der Fortbildung in den Griff zu bekommen. „Mir hat der Kurs auf jeden Fall geholfen, meine Tätigkeit – sämtliche administrativen Abläufe für die Betreuung, die Elterngespräche, die Einzelfallarbeit mit Schülerinnen und die Beratung von Lehrkräften zur Unterrichtsgestaltung – besser koordinieren zu können“, erklärt Susanne Elle-Matz.

 

Fortbildung lohnt sich

Für sie hat sich die Fortbildung gelohnt. Elle-Matz erhält eine Ausweitung ihrer bisherigen Stelle als Schulsozialarbeiterin an einem Gymnasium in Duisburg, weil eine Teillehrerstelle umgewandelt werden konnte. Auch Julia Winkens blickt positiv auf den Kurs zurück, auch wenn sie ihre bisherige Stelle an einer Förderschule verlassen wird: „Abschließend kann ich sagen, dass es mir großen Spaß gemacht hat an dieser Fortbildung teilzunehmen und ich auch für meine zukünftige Arbeit einiges daraus mitnehmen kann.“

 

Weitere Informationen erteilt Christiane von der Ruhr unter Tel.: 0234/36901-213 oder E-Mail: .

 

Weitere Informationen

Flyer
Fortbildung Soziale Arbeit an Schulen

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