22. November 2010
Grenzen überwinden
Wallfahrt der Bahnhofsmission Düsseldorf und Köln

Foto: Robert Modliborski
Am 31. Oktober 2010 veranstalteten die Bahnhofsmissionen Düsseldorf und Köln anlässlich 100 Jahre ökumenischer Zusammenarbeit in den Bahnhofsmissionen unter dem Motto "Grenzen überwinden" eine Wallfahrt von Köln nach Düsseldorf.
"Wer liebt ist Christ" - das war der zentrale Satz in der Predigt von Prälat und Stadtdechant Johannes Bastgen, der die Wallfahrer der Bahnhofsmission herzlich im Dom zu Köln willkommen hieß. Fast 60 Mitarbeiter aus den Bahnhofsmissionen des Rheinlandes und Westfalens - von Altenbeken bis Aachen und von Koblenz bis Paderborn - hatten sich nach Köln aufgemacht. Die Sakramentskapelle war gut gefüllt und alle gingen voller Respekt unter dem Schrein der Heiligen drei Könige hindurch, wie es unter Pilgern aus aller Welt Brauch ist.
Das Lied "Lobet den Herren" von Joachim Neander erklang im Kölner Dom wie in der Neanderkirche in Düsseldorf. Nachdem sich alle mit einer Pilgersuppe in der Düsseldorfer Bahnhofsmission gestärkt hatten, fanden sie die kleine Kirche in der Altstadt schnell, obwohl sie nicht direkt an der Straße liegt (evangelische Kirchen durften im 17. Jahrhundert nur versteckt im Hinterhof liegen). Hier gestaltete der Landeskirchenrat und Pastor Klaus Teschner einen liebevollen Gottesdienst dessen zentrale Botschaft: "leben, lieben loben" die Arbeit der Bahnhofsmission würdigte.
Anschließend trank selbst mancher Kölner mit Genuss ein "Alt" und alle feierten gemeinsam, dass in den Bahnhofsmissionen seit 100 Jahren evangelische und katholische Christen in den Bahnhöfen Seite an Seite für Menschen in körperlicher, seelischer oder materieller Not arbeiten.