8. Juni 2010
Aktionen zum "Sehbehindertensonntag" auch in Münster

eine Kirche aus Sicht eines sehbehinderten Menschen
Mit einem Informations- und Aktionstag der Begegnung beteiligten sich der Blinden- und Sehbehindertenverein Münster und die Beauftragten der evangelischen und katholischen Kirche für die Blindenseelsorge in Münster am bundesweiten "Sehbehindertensonntag".
Nach einem Gottesdienst in der Erlöserkirche hatten die Besucher die Möglichkeit an verschiedenen Ständen die Probleme von Sehbehinderten anhand von Simulationsbrillen und einem kontrastarmen Raum nachzuempfinden und Hilfsmittel zur Alltagsbewältigung wie spezielle Software zur Vergrößerung oder Farberkennungsgeräte kennenzulernen.
In Deutschland gibt es circa eine Million sehbehinderte Menschen. Ein Mensch ist sehbehindert, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 30 Prozent von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. Besonders betroffen sind ältere Menschen. Angesichts der demographischen Entwicklung steigt die Zahl der sehbehinderten Menschen. "Die Sehbehinderung bringt deutliche Einschränkungen der Lebensqualität mit sich: Lesen, Fernsehen, Mobilität, Orientierung in der eigenen Wohnung oder der Blickkontakt im Gespräch sind für Sehbehinderte ein Problem", so Andrea Spanuth, Referentin bei der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.
Um auf die Bedürfnisse dieser Menschen aufmerksam zu machen, hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) im Jahr 1998 einen eigenen Gedenktag eingeführt: den Sehbehindertentag. Er findet jährlich am 6. Juni statt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.sehbehindertensonntag.de.