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Archiv 2010

27. Juli 2010

Glasknochen sucht Therapiehund

Fünf Beschäftigte der Iserlohner Werkstätten berichten über Träume und Hindernisse im Alltag

Abbildung des Buchtitels

Das Buch „Glasknochen sucht Therapiehund“ nimmt den Leser mit auf die Reise durch den vorurteilsbehafteten Alltag von Menschen mit Behinderungen. Die Autoren – fünf Rollstuhlfahrer der Iserlohner Werkstätten – beleuchten ohne erhobenen Zeigefinger die Hindernisse und Hürden im Leben von 8,9 Millionen Menschen mit Behinderungen in Deutschland. Sie sprechen aber auch von eigenen Träumen und Wünschen. Sie möchten kein Mitleid, sondern Verständnis und Akzeptanz.

„Fragt nicht meine Mutter, was es denn hat, fragt uns. Oder wollt ihr etwa, dass andere über euer Leben Auskunft geben“, meint einer der Autoren. Das Buch regt an zum Nachdenken und Umdenken über den eigenen Umgang mit Menschen mit Behinderungen. „Sagen Sie doch einfach mal Hallo und machen Sie nicht den Schritt rückwärts, wenn Sie uns sehen. Bleiben Sie zumindest stehen“, so die Autoren.

Letztlich unterscheiden sich die Träume von behinderten Menschen nicht von den Träumen gesunder Menschen. Sie wünschen sich ein möglichst eigenständiges Leben und eine interessante Arbeit. Am schönsten fänden es die Autoren, wenn so ein Buch wie dieses irgendwann überflüssig wäre. Bald gehen die fünf Rollstuhlfahrer erstmal auf Lesereise in Schulen und Buchhandlungen. Erhältlich ist das Buch im Buchhandel: Fahrtwind-Redaktion der Iserlohner Werkstätten gGmbH: Glasknochen sucht Therapiehund. Wie man in Deutschland behindert wird. Verlag der Buchhandlung Daub 2010 (ISBN 978-3-928217-89-7), Preis 5,90 Euro.

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