Sie sind hier: Start >

Aktuelles

> Archiv >

Archiv 2010

11. Oktober 2010

Bild dir deinen Ausbilder

Projekt „Bildung für Beschäftigte der beruflichen Weiterbildung“

Foto: fotolia.de

Die Weiterbildung und Qualifizierung von Mitarbeitenden wird für soziale Unternehmen immer wichtiger. Der sich abzeichnende Fachkräftemangel und die sich ständig wandelnden strukturellen Bedingungen machen eine solche Personalentwicklung notwendig. Ein Projekt der Diakonie RWL für Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung widmet sich diesem Thema.

Die berufliche Bildung sowie die regelmäßige systematische Anpassung von Lehrinhalten und -methoden an die aktuellen betrieblichen Erfordernisse sind das Kerngeschäft der Träger von Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Personalentwicklung als Dienstleistung für Arbeitssuchende, Mitarbeiter, Unternehmen und Gesellschaft ist für sie professioneller Alltag. Aber wie sieht es um die Angebote für die eigenen Mitarbeitenden aus? Wie werden die Trainer und Lehrer in den Qualifizierungsbetrieben fit gemacht für die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen?

 

Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Bochum

Zusammen mit der Evangelischen Fachhochschule RWL in Bochum will die Diakonie RWL im Rahmen des Projektes „Bildung für Beschäftigte der beruflichen Weiterbildung“ ein System entwickelen, das es den Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften ermöglichen soll, Personalentwicklung und Weiterbildung für ihre Mitarbeiter auch unter den neuen Rahmenbedingungen umzusetzen. Im Zentrum stehen hier neu zu entwickelnde Systeme der Bildungsbedarfsanalyse und -planung. Mit diesen Instrumenten werden passgenaue Weiterbildungsangebote entwickelt und für alle Mitarbeitenden von Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in der Diakonie RWL angeboten.

 

Projektkoordination

Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.

Annette Nowinski
Tel.: 0211 6398-316

Mitarbeiter qualifizieren

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Einrichtungen und die fachlichen Anforderungen an deren Mitarbeiter haben sich durch die umfassenden Arbeitsmarktreformen der letzten Jahre grundlegend gewandelt. Zunehmend mehr Mitarbeiter der Träger klagen über eine Intensivierung ihrer Arbeitsbelastung. Einrichtungen haben angesichts ihrer geringeren Gestaltungsspielräume zunehmend Schwierigkeiten, attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen und qualifiziertes sowie motiviertes Personal zu halten. Ziel der Reformen war es, die Wirksamkeit von Arbeitsmarkt-Dienstleistungen zu steigern und gleichzeitig die Kosten zu senken.

 

Maßnahmen- und Trägerhopper

Befristete Beschäftigungsverhältnisse mit kurzen Laufzeiten oder Honorarverträgen haben in der Vergabepraxis der Bundesagentur für Arbeit häufig Vorrang, Angestellte werden zu „Maßnahmen- und Trägerhoppern“, nicht selten stehen inzwischen MitarbeiterInnen der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften selbst in „prekären“ Arbeitsverhältnissen. Eine qualifizierte Personalentwicklung – das, was Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften als Dienstleistung anbieten – ist für ihre eigene Mitarbeiterschaft unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen kaum mehr zu gewährleisten.

 

Gefördert wird das Modell-Projekt im Rahmen des Programms „Rückenwind – Personalentwicklung in der Sozialwirtschaft“ aus Bundes- und ESF-Mitteln. Angebunden ist das Projekt an den Evangelischen Fachverband für berufliche und soziale Integration „FABI“, der aktuell rund 130 Beschäftigtungs- und Qualifizierungsgesellschaften als Mitglieder hat. Das Projekt läuft bis November 2012.

zurück zur Liste