22. März 2010
Diakonische Hilfe für Studierende
Studienbegleit-Programm der Diakonie ausgezeichnet

Foto: dreamstime.com
Jährlich nehmen 2000 bis 3000 Studierende am Studienbegleitprogramme für ausländische Studierende (STUBE) des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland und Brot für die Welt teil. Auch die Diakonie RWL ist an STUBE beteiligt. Gemeinsam mit den Evangelischen Studierendengemeinden in NRW betreut sie mehrere hundert ausländische Studentinnen und Studenten.
Seminare und Praktika
Das Programm richtet sich an Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika in Deutschland. Das Projekt bietet Seminare zu den Millennium Development Goals an. Die Teilnehmer beschäftigen sich mit Themen, die die Grundsätze einer nachhaltigen Entwicklung in den Mittelpunkt stellen. In elf regionalen Programmen gibt es Veranstaltungen zu Themen wie Umwelt, Migration, Globalisierung, Nachhaltigkeit wirtschaftlicher Prozesse oder Bildung. Vor diesem Hintergrund reflektieren die Teilnehmer ihre jeweiligen Studieninhalte. Nach der Rückkehr in die Heimatländer wirken die Absolventen als Multiplikatoren. Das Projekt bietet zudem finanzielle Unterstützung für ein entwicklungs- und berufsbezogenes Praktikum oder eine Forschungsarbeit im jeweiligen Heimatland.
Ansprechpartnerin
Bei der Diakonie RWL betreut Doris Düwel das STUBE-Programm.
Doris Düwel
Geschäftsbereich Soziales und Integration
Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe
Lenaustraße 41
40470 Düsseldorf
Telefon: 0211 6398-249
d.duewel@diakonie-rwl.de
Themen der Entwicklungszusammenarbeit
In Deutschland studieren mehr als 170.000 Menschen aus Asien, Afrika und Lateinamerika. Das Studienbegleitprogramm STUBE bietet diesen Studierenden einen Raum zum Erfahrungsaustausch. Der Focus liegt dabei auf Themen der Entwicklungszusammenarbeit. Denn ein großer Teil der ausländischen Studierenden ist entwicklungspolitisch interessiert, findet aber im Rahmen der Hochschule meist wenig Raum, sich entsprechend zu engagieren.
Studierende werden zu Muliplikatoren
Hier setzt STUBE an: In insgesamt elf Bundesländern beziehungsweise Regionen gibt es "STUBEN", deren Arbeit unter dem Dach von "Brot für die Welt" koordiniert und maßgeblich mitfinanziert wird. Im Angebot sind ein breitgefächertes Spektrum von entwicklungspolitischen Seminaren und Akademien, aber auch berufsvorbereitenden und studienbegleitenden Praktika. In bestimmten Fällen besteht zum Beispiel auch die Möglichkeit, ein Praktikum bei "Brot für die Welt" zu absolvieren. Ziel der STUBE-Arbeit ist es, die ausländischen Studentinnen und Studenten zu Multiplikatoren auszubilden, die in ihren Heimatländern dann ein Bewusstsein für eine zukunftsfähige Entwicklung schaffen.
1000 Dekade-Projekte
STUBE ist damit eines von rund 1000 Dekade-Projekte in ganz Deutschland, die von der UN ausgezeichnet wurden. Die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist eine internationale Bildungsinitiative. Die Staaten der Vereinten Nationen haben sich verpflichtet, in den Jahren 2005 bis 2014 das Konzept "Nachhaltigkeit lernen" zu stärken. Die Deutsche UNESCO-Kommission koordiniert die Aktivitäten zur UN-Dekade in Deutschland mit Förderung des Bundesbildungsministeriums. Grundlage ist ein einstimmiger Beschluss des Deutschen Bundestages.