16. Oktober 2010
Mission statt Zigaretten
Bahnhofsmission in Bad Oyenhausen eröffnet

Foto: diakonie-vlotho.de
Wo früher Zigaretten, Zeitungen, Bücher und Ansichtskarten verkauft wurden, kümmern sich heute Ehrenamtliche um Reisende, die Unterstützung brauchen. Diakonisches Werk Vlotho und der CVJM tragen gemeinsam die Bahnhofsmission in Bad Oyenhausen.
Zur offiziellen Eröffnung der neuen Bahnhofsmission im Nordbahnhof kamen viele Gratulanten aus der Kirche, von der Bahn, der Stadt, dem Kreis, der Polizei und der Bundesgeschäftsstelle der evangelischen Bahnhofsmission.
Zum ersten Mal wurde es richtig eng in dem 30 Quadratmeter großen Raum. Kaffeeduft, strahlende Gesichter und Stehtische mit frisch gebackenen Waffeln empfingen die Besucher im Nordbahnhof. Landrat Ralf Niermann brachte es in seiner Rede schnell auf den Punkt: „Bad Oeynhausen ist jetzt mit einer eigenen Bahnhofsmission die Nummer eins im Mühlenkreis“.
Bevor Bahnmitarbeiter Wolfgang Bauch einen zweiten Schlüssel für die Räumlichkeiten an Sandra Thies, die Leiterin der Bahnhofsmission, übergab, lobte er das vom Ehrenamt lebende Projekt als einen „Riesengewinn“. Dem konnten sich Superintendent Andreas Huneke und die stellvertretende Bürgermeisterin Helke Nolte-Ernsting nur anschließen. „Dieser belebte Ort wird dem Leben im Bahnhof gut tun“, ist sich Andreas Huneke sicher. Glückwünsche gabs auch von Christian Bakemeier aus dem Landesverband der Bahnhofsmission. „Bisher haben wir nur in den Metropolen oder manchmal auch in den mittelgroßen Städten Bahnhofsmissionen. Hier wurde in der Kooperation von Diakonie und CVJM ein Projekt auf die Beine gestellt, das gerade in einem Kurort, in dem viele Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ankommen und abreisen, ein Idealfall ist“.