26. Mai 2010
Die Bildung ins Zentrum
Kirchenkreise beteiligen sich am Diakonischen Bildungszentrum in Koblenz

Die Titelseite des aktuellen Bildungsprogrammes des DBZMM
Das Diakonische Bildungszentrum Mittelrhein-Mosel bekommt neue Unterstützer. Kirchenkreise aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Luxemburg beteiligen sich an der Gesellschaft. Es soll ein Aus- und Fortbildungszentrum für Sozialberufe und Erwachsenenbildung in Kirche und Diakonie entstehen.
Das Diakonische Bildungszentrum Mittelrhein-Mosel (DBZMM) wurde 2005 gegründet. Als Gesellschafter sind die wesentlichen Träger der Alten-, Behinderten-, Jugend- und Krankenhilfe im rheinland-pfälzischen Teil der Evangelischen Kirche im Rheinland beigetreten. Sie beschäftigen rund 3 700 Mitarbeitende. Das DBZMM soll Ausbildungen in allen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens anbieten und auch Erwachsenen- und Weiterbildungen leisten. Mehrheitsgesellschafter mit 51 Prozent ist das Stiftungsklinikum Koblenz – wegen der entsprechenden Geschäftsführungs- und Ausbildungskapazität.
Gemeinsames Ziel
Dass jetzt die Mehrzahl der südrheinischen Kirchenkreise, die beiden Protestantischen Kirchen in Luxemburg und das Diakonische Werk Saar der Trägergesellschaft beigetreten sind, wertet Dr. Moritz Linzbach, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, positiv: „Es ist erfreulich, dass freie diakonische Gesellschaften und die verfasste Kirche mit einem gemeinsamen Ziel zusammenkommen: die Ausbildung in allen diakonischen Berufen weiterhin sinnvoll verfolgen zu können.“ Deshalb weist das jährliche Bildungsprogramm des DBZMM umfangreiche Angebote der Aus-, Fort- und Weiterbildung in den Bereichen Pflege, Gesundheitswesen, Altenhilfe, Sozialstation und der Sozialpädagogik aus. Angesprochen werden sowohl die Erzieherin im Gemeindekindergarten als auch der Krankenpfleger in der Klinik.
Janusz-Korczak-Schule
Die ursprüngliche Konzeption, die Erzieherinnen- und Sozialassistenten-Ausbildung an der Janusz-Korczak-Schule in Boppard ins DBZMM zu integrieren, lässt sich nicht aufrecht erhalten. Das Diakonische Werk der rheinischen Kirche kann die jährlichen Zuschüsse von rund 300 000 Euro für den Schulbetrieb nicht mehr aufbringen. Auch eine Verbesserung der Privatschulfinanzierung durch das Land Rheinland-Pfalz führt nicht dazu, dass der Eigenanteil in Zukunft vom Diakonischen Werk aufgebracht werden kann. Nachdem auch kein anderer evangelischer Träger bereit war die Schule zu übernehmen, wurde die Schließung der Schule für das Jahr 2011 beschlossen – was auf Protest in der Schülerschaft und in der Region Boppard stieß. Mittlerweile hat sich der Rhein-Hunsrück-Kreis entschlossen, die Schulplätze in Boppard fortzuführen.
In Zukunft mehr Erzieher-Fortbildungen
Auch nach dem Ende der diakonischen Trägerschaft der Schule wird das DBZMM in Absprachen mit dem Beirat der Fachberatungen der Kirchenkreise Erzieher-Fortbildungen anbieten. Dieses Gremium ist auch berufen, das überregionale und koordinierte Bildungsangebot im Bereich „Erziehung“ des Bildungsangebotes des DBZMM zu präzisieren und zu vervollständigen. Parallel dazu soll es Absprachen zwischen dem DBZMM und dem Rhein-Hunsrück-Kreis als zukünftigem Betreiber der Schulplätze in Boppard geben, wie in der Ausbildung den Bedürfnissen von Kirche und Diakonie Rechnung getragen werden kann. Darüber hinaus gibt es Überlegungen, wie das DBZMM dem zukünftig zu erwartenden Bedarf an Erziehern, die eine Fachhochschulausbildung haben, gerecht werden kann.
Das Diakonische Bildungszentrum Mittelrhein-Mosel bekommt neue Unterstützer. Kirchenkreise aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Luxemburg beteiligen sich an der Gesellschaft. Es soll ein Aus- und Fortbildungszentrum für Sozialberufe und Erwachsenenbildung in Kirche und Diakonie entstehen.