16. Juli 2010
Bethel und Uni Bielefeld wollen gemeinsam forschen
Vereinbarung für strategische Zusammenarbeit unterzeichnet
epd
Als Beispiele künftiger Forschung nannten sie Epilepsiebehandlung, Psychotherapie sowie Gesundheits- und Pflegewissenschaften. Ziel der strategischen Zusammenarbeit sei es, die Praxiserfahrung Bethels aus der Pflege mit technischen Entwicklungen der Universität zusammenzubringen, erklärte Pohl.
Geplant seien beispielsweise gemeinsame Entwicklungen mit dem bundesweiten fachübergreifende Forschungsverbund CITEC, der sich mit der Interaktion zwischen Mensch und Maschine befasst. Bethel könne so in der Pflege von neu entwickelten technischen Hilfen profitieren. Entwickler von der Universität hätten die Möglichkeit, ihre Projekte von Anfang an in der Praxis zu überprüfen. Möglich sei auch die gemeinsame Entwicklung von Geräten, die einen epileptischen Anfall vorab erkennen sollen. Als nächstes Projekt solle ein Labor eingerichtet werden, in dem Techniker gemeinsam mit behinderten Menschen neue Wege für ein barrierefreies Internet erprobten.
Eine älter werdende Gesellschaft bringe viele Herausforderungen mit sich, die eine Einrichtung allein nicht mehr bewältigen könne, erklärte Pohl. Gemeinsame Projekte sollten fachübergreifende Lösungen für Fragestellungen von morgen ermöglichen. Mit dieser Vereinbarung rückten zwei leistungsstarke und international sichtbare Bielefelder Partner zum Nutzen der Allgemeinheit noch enger aneinander, erklärte Uni-Rektor Sagerer. Eine sporadische Zusammenarbeit habe es bereits seit Gründung der Universität gegeben. Künftig würden sich Uni-Rektorat und Bethel-Vorstand regelmäßig über langfristige Forschungsprojekte abstimmen, hieß es.