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Archiv 2010

7. Dezember 2010

Herzlichen Glückwunsch

Feierlicher Abschluss des ersten Kurses „Implementierungsprogramm WohnQuartier4

Titelbild des Fortbildungsflyers Wohnquartier 4

Am 25. November ist mit der Vergabe der Zertifikate der erste Kurs der Multiplikatoren Fortbildung „WohnQuartier4-Implementierungsprogramm“ erfolgreich abgeschlossen worden.

Nach einem Jahr intensiver Arbeit im Rahmen von Theorieblöcken und begleitendem Coaching in Kleingruppen haben alle Teilnehmer allein oder in Gruppen die im Rahmen der Fortbildung konzipierten eigenen Projekte präsentiert – so bunt und vielfältig wie die Fortbildung selbst, die von Beginn an die Vermittlung von theoretischem Rüstzeug für die altersgerechte Quartiersentwicklung mit handfesten Instrumenten und künstlerischen Übungen an kreativen Orten im Quartier verknüpft hat.

Aufgegangen ist damit die Philosophie des Modellprojekts WohnQuartier4, mit partizipativen Prozessen und innovativen Fortbildungsangeboten WohnQuartier4-Projekte der altersgerechten Quartiersentwicklung über die Modell- und Referenzstandorte hinaus in die Fläche und die Trägerlandschaft zu tragen, und dabei die Tauglichkeit sowohl für städtische als auch ländliche Quartiere zu belegen: mit 21 Fortbildungsteilnehmern aus 15 verschiedenen Kommunen von der Metropole Köln bis zum dörflichen Ortsteil der sauerländischen Gemeinde Schmallenberg, von Herford bis Groß-Zimmern, mit Vertretern von Kommunen, von Kirchengemeinden, von Altenzentren, von Wohnungsbauunternehmen und Wohnprojekten. Dementsprechend groß ist auch die Bandbreite der „WohnQuartier4-Ableger“, die die Teilnehmer im Verlauf der Fortbildung entwickelt und umgesetzt haben – präsentiert wurden beispielsweise ein World Cafe für die Stadtspitze, die Lokalpolitik sowie die Geschäftsführer der lokalen Wohnungsbauunternehmen zur Einstimmung auf die altersgerechte Quartiersentwicklung, die Öffnung eines Altenzentrums zu einem Nachbarschaftszentrum für das Quartier u. a. mit einladendem Skulpturenpark oder die Konzeption für ein Seniorengemeinschaftswohnprojekt, dass in Kooperation von Kommune, Wohnungsbaugenossenschaft, kommunaler Sozialholding und einem Mieterbetreuungsverein umgesetzt wird.

Dabei sind im Verlauf der Fortbildung und der Kleingruppencoachings standort- und institutionsübergreifende Unterstützungsnetzwerke geknüpft worden. Auch werden sich einige Teilnehmer als neue Experten für die altersgerechte Quartiersentwicklung künftig in weiteren Multiplikatoren-Fortbildungen engagieren und von ihren Erfahrungen berichten; so bspw. im Rahmen der nächsten WohnQuartier4-Multiplikatorenfortbildung „Keywork im Quartier“, die als 4tägiges Intensivseminar im Februar 2011 in Düsseldorf stattfindet. Keywork steht dabei für zeitgemäße Konzepte, Formate, Schlüsselkompetenzen und Verantwortungsrollen für das intergenerative Leben, Wohnen und Arbeiten im Quartier im Überschneidungsbereich von kultureller und sozialer Arbeit.

 

Übersicht über die Inhalte der Fortbildung „Implementierungsprogramm WohnQuartier4“:

Das Konzept WQ4

  • Entstehungsgeschichte und Ziele des Konzepts WQ4
  • Kreative Methoden der Netzwerkarbeit und Strategien für innovative Kooperationen im Quartier
  • Praxiserfahrungen aus den WQ4 -Modellstandorten

 

Faktor 1: Wohnen und Wohnumfeld

  • Bausteine eines altersgerechten Quartiers
  • Darstellung der Förderkulisse für eine altersgerechte Quartiersgestaltung
  • Standortbewertungs- und Finanzierungsmodelle
  • „Das gesunde Quartier“ – Salutogenese als Gestaltungsprinzip
  • Nachhaltigkeit als Planungs- und Umsetzungsprinzip

 

Faktor 2: Gesundheit, Service und Pflege

  • „Wohnen mit Versorgungssicherheit“ – Was gehört dazu?
    • Bedarfsermittlung – Sozialraumanalyse
    • „Bielefelder Modell“ als Best Practice
  • Demenz als besondere Herausforderung an die Gestaltung von Wohnquartieren
  • (Veränderte) rechtliche Hintergründe und finanzielle Rahmenbedingungen; Aspekte der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit

 

Faktor 3: Partizipation und Kommunikation

  • Programm Soziale Stadt und Integrierte Stadtentwicklung
  • Fachkonzept Sozialraumorientierung
  • Quartiermanagement als Steuerungsmodell
  • Akteure und Interessenlagen im Quartier
  • Aktivierende Befragung und World Cafe

 

Faktor 4: Bildung, Kunst und Kultur

  • Konzepte und Ansätze innovativer Erwachsenenbildung (Scharmer etc.)
  • Kunst als Lebensmittel und Impuls für Lebensgestaltung – Lernen von und mit Josef Beuys
  • Elemente der Theaterarbeit zur Entwicklung und Erprobung neuer Lebensentwürfe und Verantwortungsrollen
  • Innovative Formen beziehungsorientierter Kulturarbeit und generationsübergreifendem Lernens
  • Theoretische und praktische Ansätze zu Lernenden Systemen

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