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Archiv 2010

15. Dezember 2010

Auszeichnung für das Projekt Kreativhaus

Kaiserswerther Diakonie ist Ort im Land der Ideen

Mit dem  neuen Kunstwerk v.l.: Pfarrer Matthias Dargel, Jacques Tilly, Dr. Eberhard v. Perfall (Stiftungsratsvorsitzender, Förderstiftung der Kaiserswerther Diakonie) und Dr. Heiner Leberling, Foto: Diakonie Kaiserswerth

Das Projekt „Kreativhaus“ der Kaiserswerther Diakonie ist Preisträger im bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. Das Projekt bringt Künstler und Menschen mit psychischen Erkrankungen zusammen, um gemeinsam kreativ zu sein.

Damit werden Vorurteile und Ängste abgebaut, was sowohl Therapieerfolge ermöglicht als auch die gesellschaftliche Akzeptanz steigert. Perspektivisch soll das Kreativhaus für viele Menschen zum Ort der Begegnung und der gesellschaftlichen Teilhabe werden. Dr. Heiner Leberling, Vorsitzender der Geschäftsleitung Deutsche Bank Düsseldorf, zeichnete heute das innovative Projekt als „Ausgewählten Ort 2010“ aus. Damit ist das „Kreativhaus“ einer von 365 Preisträgern, die jedes Jahr von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten prämiert werden.

 

Bei der Preisverleihung v.l.: Dr. Heiner Leberling, Dr. Eberhard v. Perfall, Pfr. Matthias Dargel

Ort für Therapie, Kunst, Kultur und Begegnung

Anlässlich der Preisverleihung betonte Dr. Heiner Leberling: „Die Kaiserswerther Diakonie schafft mit dem ‚Kreativhaus‘ einen bemerkenswerten Ort für Therapie, Kunst, Kultur und Begegnung. Sie ist damit ein herausragendes Beispiel für ein unkompliziertes gesellschaftliches Miteinander, Engagement und Kreativität in Deutschland.“ Pfarrer Matthias Dargel, Vorstandssprecher der Kaiserswerther Diakonie, kommentierte die Auszeichnung: „Schon vor 175 Jahren, als Theodor Fliedner seine Idee einer Diakonissenanstalt umsetzte, war Kaiserswerth ein Ort guter Ideen. Umso mehr sind wir stolz, auch in 2010 ein ausgewählter Ort im Land der Ideen zu sein.

 

Mit Kunst und Kultur Grenzen überwinden

Die Idee des Kreativhauses bündelt Kräfte, um Menschen mit psychischen Erkrankungen, aber auch mit Behinderungen oder  schwerwiegenden persönlichen Problemen den Weg in ein normales, selbstbestimmtes Leben zu ebnen“, so Dargel. „Kunst und Kultur helfen dabei, Grenzen zu überwinden.“ Die Kaiserswerther Diakonie und mit ihr die Idee des Kreativhauses stehe für Inklusion und gegen Ausgrenzung von Menschen mit Beeinträchtigungen. Die Auszeichnung als Ort im Land der Ideen sei ein ermutigendes Zeichen für alle, die in der Kaiserswerther Diakonie an der Verwirklichung dieses Zieles mitarbeiten, sagte Matthias Dargel. Als Symbol für das Miteinander im Kreativhaus enthüllte der Düsseldorfer Künstler Jacques Tilly eine bunte Großplastik. Unter dem Titel ‚Die drei Kreativen’ zeigt sie drei miteinander verbundene Figuren. Sie werden künftig auf dem Gelände der Kaiserswerther Diakonie auf die Arbeit im Kreativhaus hinweisen.

 

Gestaltungskraft Deutschlands

Aus mehr als 2.200 eingereichten Bewerbungen überzeugte das Kreativhaus die unabhängige Jury und repräsentiert mit seiner zukunftsfähigen Idee Deutschland als das „Land der Ideen“. „Die ‚Ausgewählten Orte 2010‘ zeigen auf vielfältige Weise die Innovations- und Gestaltungskraft Deutschlands. Jeden Tag sehen wir, wie durch das enorme Potenzial, das hier in der Region steckt, das bundesweite Netzwerk an Ideen wächst“, begründete Dr. Heiner Leberling das Engagement der Deutschen Bank.

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