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8. Januar 2010

Diakonie begrüßt die Sozialstudie Saar

Gute Bassis für die Bekämpfung von Armut

Das Diakonische Werk an der Saar (DWSAAR) begrüßt die saarländische Sozialstudie, die im Auftrag der Landesregierung von einem wissenschaftlichen Institut aus Köln erstellt und heute vorgestellt wurde. Insbesondere der Armutsbegriff werde sehr differenziert erläutert und aktuelles Datenmaterial zusammen getragen, sagt Wolfgang Biehl. Der Geschäftsführer des DWSAAR hat neben den Kirchen und den Verbänden der Liga der freien Wohlfahrtspflege im Beirat zur Studie mitgearbeitet. Die Diakonie hatte seit Jahren eine solche Datensammlung gefordert.

 

Verlässliche Datenbasis

Biehl: „Nun haben wir eine verlässliche Datenbasis, auf der Maßnahmen diskutiert werden können, wie Armut im Saarland wirkungsvoll bekämpft werden kann." Zu einer vollständigen Sozialstudie fehle allerdings eine vergleichbare Studie zur Reichtumssituation im Saarland. Auch die Handlungsempfehlungen in der Sozialstudie seien leider noch sehr allgemein gehalten, sagt Biehl. Man sei nun gespannt auf die Stellungnahme und die Umsetzungsvorschläge der Landesregierung. Außerdem fehlten in der Studie noch Aussagen zum Thema „Kinderarmut". Zudem werde die Problematik der Altersarmut angesichts der Beschäftigungssituation im Saarland eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre sein, sagt der Diakonie-Geschäftsführer.

 

Handlungsbedarf bei Armutsbekämpfung

In der Armutsbekämpfung bestehe dringender Handlungsbedarf, betont Biehl. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes galten 2008 rund 15,8 Prozent der Menschen im Saarland als „armutsgefährdet". Das ist der höchste Prozentsatz aller westdeutschen Flächenländer. Der Bundesschnitt liegt bei 14,4 Prozent. Biehl fordert die Landesregierung auf, das Datenmaterial regelmäßig zu aktualisieren und nun gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden und den Kirchen, geeignete Maßnahmen und Projekte zu entwickeln, um die Armutsgefährdung im Saarland zu reduzieren.

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