6. April 2010
Hilfen für Flüchtlinge sichern
Flüchtlingshilfe der Diakonie im Gespräch mit Politiker
„Mit Ihrer engagierten Arbeit fördern Sie den Flüchtlingsschutz und den sozialen Frieden“, bedankte sich Dr. Karsten Rudolph, innenpolitischer Sprecher der SPD im Landtag, in einem Gespräch bei Steffen Baumann, Vorstand der Diakonie Ruhr-Hellweg. Rudolph versprach, auf politischer Ebene für eine bessere Förderung der Flüchtlingsarbeit zu werben. „ Das Bleiberecht sollte an eine Mindestaufenthaltsdauer geknüpft und mit humanitären Kriterien verbunden werden“, warb Steffen Baumann, einvernehmlich mit Dr. Karsten Rudolph. Dass diese rechtlichen Änderungen dringend nötig sind, verdeutlichte Heinz Drucks, Leiter der Flüchtlingsberatungsstellen der Diakonie Ruhr-Hellweg. Er berichtete von Menschenrechtsverletzungen und unerträglichen Lebensbedingungen, denen sich Roma im Kosovo nach wie vor ausgesetzt sehen.
Abschiebungsstopp notwendig
„Wir brauchen eine Neubewertung der Situation und einen vorläufigen Abschiebungsstopp“, forderte Drucks. Dietrich Eckeberg, Referent für Flüchtlingsarbeit bei der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, bat Dr. Rudolph, sich gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden für eine kindgerechte Erstaufnahme der etwa 600 alleinreisenden minderjährigen Flüchtlinge einzusetzen, die jährlich nach Nordrhein-Westfalen kommen. „Diese Kinder und Jugendlichen bedürfen unseres Schutzes und einer Aufnahme in Clearingstellen“, warb Eckeberg. „In der Beschreibung sind wir uns einig“, bestätigte Dr. Karsten Rudolph die Anliegen der Diakonie. Auch er sieht die Notwendigkeit, sich gerade zu diesen Themen für Verbesserungen beim Flüchtlingsschutz einzusetzen. Die Gespräche sollen fortgesetzt werden.