9. Dezember 2010
Eine der letzten Anstaltsgemeinden wird aufgelöst
Graf-Recke-Kirche wird Teil der Kirchengemeinde Kaiserswerth

Die Kirche der Graf-Recke-Stiftung
Eine der letzten Anstaltskirchengemeinden in der rheinischen Kirche wird Mitte nächsten Jahres aufgelöst. Die Gemeinde der Graf-Recke-Stiftung in Düsseldorf-Einbrungen wird Teil der Kirchengemeinde Kaiserswerth. Damit ist auch ein Kirchenkreiswechsel verbunden. Im Rheinland und in Westfalen gibt es noch jeweils drei weitere Anstaltskirchengemeinden.
Die Projektgruppe zum Zusammenschluss der Kirchengemeinde Kaiserswerth und der Kirchengemeinde der Graf-Recke-Stiftung hat ihre Arbeit erfolgreich abgeschlossen. In enger Begleitung durch die Superintendenten der beteiligten Kirchenkreise Düsseldorf-Mettmann und Düsseldorf, Frank Weber und Ulrich Lilie, sowie Beratung durch die Landeskirche haben Presbyter beider Gemeinden und der Vorstand der Graf-Recke-Stiftung die Umsetzung des Zusammengehens im Verlaufe des Jahres inhaltlich vorbereitet.
Zum 30. Juni 2011 wird die Kirchengemeinde der Graf-Recke-Stiftung aufgelöst. Ab dem 1. Juli 2011 gehören die Gemeindeglieder in Einbrungen zur Evangelischen Kirchengemeinde Kaiserswerth.
Weitere Anstaltsgemeinden im Gebiet der Diakonie RWL:
- Diakoniegemeinde, kreuznacher diakonie, Bad Kreuznach
- Stiftung Tannenhof, Remscheid
- Evangelischen Stiftung Hephata, Mönchengladbach
- Martinskirche, Evangelischen Stiftung Volmarstein, Wetter
- Zionsgemeinde, Stiftung Bethel, Bielefeld
- Diakonissenanstalt Salem-Köslin, Minden
Neben der klassischen Kirchengemeinde, die parochial organisiert ist, ist die Anstaltskirchengemeinde auf das Territorium einer diakonischen Anstalt beschränkt.
Gemeindliche Arbeit bleibt erhalten
In der alltäglichen Arbeit ändert sich dadurch wenig: Die Graf-Recke-Stiftung will die vielfältigen Dienste der Haupt- und Ehrenamtlichen in den Geschäftsbereichen der Stiftung auf jeden Fall erhalten und hat garantiert, dass die Personal- und Sachkosten wie bisher von ihr getragen werden. Küsterin, Kirchenmusikerin und Pfarrer werden weiter finanziert. Auch die Gemeinderäume und die Kirche verbleiben weiterhin im Eigentum der Stiftung und werden zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung gestellt. Die Ehrenamtlichen sollen wie bisher ihre Arbeit verrichten können und dabei Unterstützung erfahren.
Vertreter im Presbyterium
Dafür sorgt auch der neu geschaffene Kirchliche Beirat, in dem die besonderen Belange der seelsorglich-diakonischen Arbeit der Stiftung behandelt werden. Der Kirchliche Beirat wird satzungsmäßig bei der Stiftung angesiedelt. Die bisherigen Presbyterinnen und Presbyter der Graf-Recke-Kirche sind ab dem 1. Juli 2011 automatisch Mitglieder des neuen Beirates. Hinzu kommen weitere Vertreter der Graf-Recke-Stiftung und ein Vertreter der bisherigen Kirchengemeinde Kaiserswerth. Gleichzeitig wird im Rahmen der Presbyteriumswahl 2012 ein „Wahlbezirk Graf-Recke-Stiftung“ geschaffen, um eine Präsenz von Mitgliedern der bisherigen Gemeinde der Graf-Recke-Stiftung im künftigen Gesamtpresbyterium sicherzustellen. Der Pfarrer der Kirchengemeinde der Graf-Recke-Stiftung, Dietmar Redeker, bleibt als Seelsorger Pfarrer in der Stiftung. Seine Stelle geht vom Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann an den Kirchenkreis Düsseldorf über, zu dem die Gemeinde Kaiserswerth gehört.
Die Graf-Recke-Kirche, die gerade hundert Jahre alt geworden ist, wird weiter Ort regelmäßiger Gottesdienste sein. Sie ist in Zukunft einer der Gottesdienstorte für die Kaiserswerther Gemeinde. Die Gottesdienste werden abwechselnd von allen Pfarrern der zusammengeführten Gemeinden gestaltet.