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Archiv 2010

17. Juni 2010

Familienbildung im Sozialraum

Staatssekretärin Gierden-Jülich lobt bei ihrem Besuch in Duisburg das Engagement der Familienbildung

Freundliche Gesprächsatmosphäre

Dr. Marion Gierden-Jülich im Gespräch mit einem Nutzer der Familienbildung

"Die Eltern- und Familienbildung in NRW trägt erheblich dazu bei, optimale Lebensbedingungen für Familien sowie gerechte Startchancen für alle Kinder zu schaffen", so Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW (MGFFI) bei ihrem Besuch im Evangelischen Familienbildungswerk Duisburger Gemeinden.

 

Gemeinwesenbezug und Sozialraumorientierung

Der Gastgeber und Leiter des Ev. Familienbildungswerkes, Ulrich Schmitz, stellte das breite Spektrum der Familienbildung vor, zu dem die Förderung und Begleitung von Familien, interkulturelle Arbeit, generationenübergreifende Angebote oder Maßnahmen zur Gewaltprävention gehören. Gemeinwesenbezug und Sozialraumorientierung haben dabei eine lange Tradition. So beteiligt sich die Evangelische Familienbildung in Duisburg bereits seit 35 Jahren an Netzwerken zum Thema Familie und Bildung. Angebote in Schulen, in Kindertagesstätten und Familienzentren sind ein weiterer Ausdruck des Gemeinwesenbezugs. Schmitz wies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der kirchlichen Infrastruktur hin, die von der evangelischen Familienbildung mit genutzt werden kann.

 

Suche nach neuen Finanzierungsformen

Ein Hemmnis für die Arbeit der Familienbildung sieht Schmitz in den Finanzierungsformen, die in der Mehrheit an die Durchführung von Kursen gebunden sind. Es müsse mehr Spielraum für flexible und gemeinwesenorientierte Angebote geben, die nicht an Kursformen und die damit verbundenen langen Planungsvorläufe gebunden sind.

 

"Wichtige Rolle der Familienbildung"

Dr. Marion Gierden-Jülich betonte die wichtige Rolle der Familienbildung: "Ohne die zusätzlichen Leistungen der Familienbildung wäre der Ausbau der Familienzentren undenkbar gewesen. Familienbildung sowie auch die Familienberatung haben entscheidend daran mitgewirkt, dass aktuell 2.400 Kindertageseinrichtungen in derzeit 1.750 Familienzentren tätig sind." Eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Elementar- und Primarbereich habe dabei besondere Priorität:

Im direkten Gespräch mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus (Sprach-) Integrationskursen erkundigte sich Frau Dr. Gierden-Jülich, begleitet von Dr. Kaufmann und Frau Dr. Schulz vom MGFFI, wie Familien mit Integrationshintergrund Unterstützungsmöglichkeiten der Familienbildung zur Bewältigung der alltäglichen Anforderungen im Familienalltag nutzen.

 

 

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