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Archiv 2010

22. Dezember 2010

Individuelle Hilfen und Rentenersatzansprüche für ehemalige Heimkinder

Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe begrüßt die Vorschläge des Runden Tisches Heimerziehung der 50er und 60er Jahre

Szene im evangelischen Säuglingsheim in Boppard in den 60er Jahren; Foto: Archiv

Die diakonischen Erziehungshilfeeinrichtungen begrüßen den Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung ausdrücklich. Die Diakonie RWL ist insbesondere froh über die gemeinsam beschlossenen Lösungsvorschläge. Die Einrichtung eines Fonds in Höhe von 120 Millionen Euro für individuelle Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten sowie Rentenersatzansprüche sind der richtige Weg, um Folgeschäden zu mildern. Anlauf- und Beratungsstellen für Betroffene sollten auch in NRW eingerichtet werden.

Im Mittelpunkt des fünften Fachgespräches zur Heimerziehung der 50er und 60er Jahre der Diakonie RWL stand der Abschlussbericht des Runden Tisches auf Bundesebene. „Wir werden uns engagiert und aktiv für die zeitnahe Umsetzung der Vorschläge, insbesondere auch in NRW, einsetzen. Gespräche mit dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen werden für Januar 2011 angestrebt“, so Maria Loheide, Geschäftsbereichsleitung der Diakonie RWL.

 

Am 19. Januar 2011 wird dem Petitionsausschuss des Bundestages der Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung vorgelegt und anschließend im Deutschen Bundestag beraten. Eine parteiübergreifende Zustimmung zu den im Abschlussbericht formulierten Vorschlägen ist für eine bundesweit einheitliche Umsetzung des Konzeptes notwendig. Danach müssen auch die Länder zustimmen. Die Diakonie RWL empfiehlt den Betroffenen in diesem Zusammenhang, ihr Anliegen auch noch einmal den Bundestagsabgeordneten ihres Wahlkreises vorzutragen.

 

Die Diakonie RWL wird ihre Mitglieder über die politischen Entscheidungen und den laufenden Prozess zeitnah informieren und zu weiteren Fachgesprächen einladen. Für die ehemaligen Heimkinder steht weiterhin – auch über die Weihnachtszeit – als Ansprechpartnerin der Diakonie RWL zur Verfügung: Hiltrud Wegehaupt-Schlund, Telefon: 0251/2709-265 oder 0151/11342773.

 

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