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Archiv 2010

9. April 2010

Arbeit schafft Integration

Diakoniewerk Duisburg schafft Jobs für Menschen mit Behinderung

„Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Behinderung können und wollen etwas leisten. Für viele Menschen ist die Anerkennung am Arbeitsplatz und die Wertschätzung ihrer Arbeit eine Frage der Selbstachtung“, betonte Angelika Gemkow, Behinderten-Beauftragten des Landes NRW, bei einem Besuch der Integrationseinrichtung der Diakonie in Duisburg-Wanheim. „Ich will, dass das Bewusstsein für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben gestärkt und ihre Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt selbstverständlich wird. Dazu gehört eine Unternehmenskultur, in der Menschen mit Behinderung eigene Wege gehen und finden können sowie individuelle Hilfen vor Ort erhalten. Das Diakoniewerk Duisburg ist für mich ein gutes Beispiel dafür.“

 

Haushaltsgeräte für das Sozialkaufhaus

Das Diakoniewerk Duisburg ist in den Fachbereichen Suchtkrankenhilfe, Wohnungslosenhilfe, Sozialpsychiatrie, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie Arbeit und Ausbildung tätig. Im Jahr 2009 erfolgte die Gründung einer Integrationsabteilung in zwei Bereichen. Die Menschen mit Behinderung arbeiten im Garten- und Landschaftsbau bzw. in der Grünflächenpflege für einzelne Krankenhäuser und Kindergärten, sowie im Verkauf. Die Leistungen im Bereich Verkauf/Logistik beinhalten insbesondere die Vorsortierung von Haushaltsgeräten, die in den beiden Kaufhäusern der Diakonie in Duisburg und Dinslaken zum Verkauf angeboten werden. Im Zuge der Einrichtung der Integrationsabteilung sind 4 zusätzliche Arbeitsplätze für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen nach § 132 SGB IX entstanden.

 

Erfahrungen sammeln mit Behinderten

Langfristig sollen noch mehr Menschen mit Behinderung bei der Diakonie eine Anstellung finden, das wünscht sich Gunther Finkel, vom Diakoniewerk: „Die Diakonie selbst muss erst einmal Erfahrungen mit der Beschäftigung Behinderter machen, denn bisher hatten wir nur Erfahrungen mit Langzeitarbeitslosen.“ Die Integrationsabteilung des Diakoniewerkes Duisburg wurde u.a. auch mit Mitteln aus dem Landesprogramm „Integration unternehmen“ gefördert. Angelika Gemkow: „Die Akzeptanz der Mitarbeiter untereinander ist für mich einer der Schlüssel zum Erfolg für die Integration von Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt. Außerdem brauchen wir Unternehmen und Arbeitgeber, die der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung positiv gegenüber stehen.

 

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