2. März 2010
Gemeindezentrum als Kulturhaus der Generationen
WohnQuartier 4 in Essen feiert

Die zertifizierten Kulturassistenten Angelika Kraft und Andreas Weiß laden die Gäste zum mitmachen ein und stellen ihre Angebote vor. (Foto: Diakoniewerk Essen)
Insgesamt 19 sogenannte „Kultur-Stadtteilhelfer“ wurden im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts von WohnQuartier⁴, Neue Arbeit der Diakonie Essen, des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Nordrhein und der Diakonie RWL im Rahmen einer Feierstunde zertifiziert. Die im Rahmen eines rund sechsmonatigen Qualifizierungsprogramms ausgebildeten Kultur-Stadtteilhelfer stehen Institutionen wie Schulen, Vereinen, Senioreneinrichtungen und Wohnungsbauunternehmen in Essen-Altenessen zur Verfügung. Gleichzeitig erhielt das von den Projektteilnehmern zum Kulturhaus der Generationen umgebaute Gemeindezentrum der Kirche am Palmbuschweg eine Spende der Wohnungsbaugesellschaft THS Stiftung in Höhe von 7.500 Euro.
Wegweisendes Stadtteilprojekt
„Durch die Spende war es uns möglich, das vor 2 Jahren geschlossene Gemeindezentrum wieder zu aktivieren und an das Fernwärmenetz anzuschließen“, so Stadtteilkoordinator Dietmar Fleischer, der gemeinsam mit Christiane Grabe, Wohnquartier⁴-Koordinatorin der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, sowie den Fachanleiterinnen Sibylle Stöllger und Bianka Babik von der Neuen Arbeit der Diakonie Essen die Zertifikate überreichte. Anschließend übergab Uwe Goemann, Geschäftsführer der THS Stiftung gGmbH, im Beisein von Dr. Harald Pfannkuch, Fachlicher Leiter der Senioren- und Krankenhilfe des Diakoniewerks Essen, einen symbolischen Scheck und erläuterte, dass das wegweisende Stadtteilprojekt zur Unterstützung von Nachbarschaft und Ehrenamt optimal zu den Förderzielen der THS passt und eigene Aktivitäten in den angrenzenden Quartieren stützt.
Arbeitslose werden zu Stadtteilhelfern
Im Hinblick auf das Kulturhauptstadtjahr 2010 wurden die vormals lang-zeitarbeitslosen Kultur-Stadtteilhelfer dazu ausgebildet, vor allem Seniorinnen und Senioren - aber auch diejenigen Menschen im Stadtteil, die vom Programm klassischer Kulturinstitutionen eher selten angesprochen werden - für entsprechende Angebote zu gewinnen und die Kultureinrichtungen über die speziellen Bedürfnisse der Zielgruppen zu informieren. Zudem wurden im Rahmen der Fortbildungen eigene künstlerisch-kreative Fähigkeiten zur Initiierung selbst organisierter Projekte und Aktionen gefördert.
"Die Kultur-Stadtteilhelfer bündeln die Potenziale und Ressourcen des nachbarschaftlichen Umfelds und bilden damit einen weiteren wichtigen Baustein im Sinne der altersgerechten Gestaltung des Stadtteils, einem der wesentlichen Ziele von Wohnquartier⁴“, so Fleischer.