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Archiv 2010

5. Januar 2010

Gemeinsam getragen von vielen Trägern

Neubau der evangelischen Krankenpflegeschule in Bonn

Foto: © Sean Prior - Fotolia.com

„Mit diesem Schulneubau wollen wir ein Zeichen setzen, für eine attraktive, qualifizierte und zukunftsfähige Pflegeausbildung“, freut sich Ordensoberin Andrea Trenner von der Johanniter Schwesternschaft. Nach knapp einjähriger Bauzeit drücken seit Dezember 105 Schülerinnen und Schüler der Evangelischen und Johanniter Bildungs GmbH die Schulbank in neuen Räumen: Hier macht Lernen wirklich Freude, denn das Umfeld stimmt. Die Evangelische Kliniken Bonn gGmbH hatte nach dem Zusammenschluss beider Betriebsstätten ihre sowohl am Johanniter-Krankenhaus als auch am Waldkrankenhaus vorhandene Krankenpflegeschule zusammengelegt.

 

Johanniter- und Frauenhilfs-Schwestern zusammen

Gegründet wurde die Evangelische und Johanniter Bildungs-GmbH bereits 2004 auf Initiative der Johanniter Schwesternschaft und der Evangelische Frauenhilfs-Diakonieschwesternschaft. Gesellschafter der Bildungs-GmbH sind neben der Evangelische Kliniken Johanniter- und Waldkrankenhaus Bonn gGmbH und der Johanniter Schwesternschaft die Evangelische Frauenhilfs-Diakonieschwesternschaft sowie die Asklepios Klinik St. Augustin. Die Idee für diese Zusammenarbeit entstand innerhalb der beiden Schwesternschaften. Dr. Moritz Linzbach, Vorstand der Diakonie RWL, betonte bei seinem Grußwort aus Anlass der Einweihung: „Eine solche Komposition gibt es nur in Bonn: Die Schwesternschaften in Gestalt der Evangelischen Kirche kooperiert mit einer 900 Jahre alten Organisation und mit der Ortskirche. Die gewerbliche Klinik ist mit der Kinderkrankenpflege dabei, was uns besonders freut.“

 

Wider den Fachkräftemangel

Dem Bauprojekt kommt auch deshalb eine große Bedeutung bei, da die Evangelischen Kliniken Bonn bei dem sich verschärfenden Fachkräftemangel mit der Erweiterung der Ausbildungsplätze jetzt das richtige Zeichen setzen und weiterhin eine hoch qualifizierte, pflegerische Arbeit in der Tradition der Häuser mit gut ausgebildeten, examinierten Pflegekräften sicherstellen möchten. Ordensoberin Trenner betont, dass dazu aber nicht nur ein attraktives Gebäude reicht: „Wir bieten eine sehr gute Ausbildung, zu der auch zum Beispiel Auslandspraktika gehören. Das ist für junge Leute natürlich ein verlockendes Angebot.“ Hinzu kommt, dass die Pflegeschule schon seit Jahren ein integratives Konzept betreibt. Die Baukosten betragen ca. 1,35 Mio. Euro. In innovativer Holz-Systembauweise werden zudem große Mengen an natürlichen Ressourcen sowie CO2 eingespart.

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