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20. Mai 2011

Alkohol? Weniger ist besser!

Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe beteiligt sich an Aktionswoche

Bild mit Aufschrift: Aktionswoche - weniger ist besser!

Unter dem Titel "Alkohol" Weniger ist besser!" findet vom 21. bis zum 29. Mai die Aktionswoche Alkohol statt. Alkohol ist in Deutschland allgegenwärtig: auf Partys und Geburtstagen, Konfirmation und beim Einstand im Büro. 9,5 Millionen Menschen konsumieren Alkohol auf riskante Weise, davon sind 1,3 Millionen abhängig. Jeder fünfte Mann und fast jede sechste Frau trinken zu viel. Mitglieder und Träger der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe beteiligen sich an der Aktionswoche mit Informations- und Sportveranstaltungen, Gottesdiensten oder Infoständen vor Ort. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes setzt sich die Diakonie dafür ein, dass suchtgefährdete und abhängige Menschen und ihre Angehörigen bedarfsgerechte Hilfen erhalten. Ralph Seiler, Geschäftsbereichsleiter bei der Diakonie RWL erläutert, warum sich die Diakonie an der Aktionswoche beteiligt.

Ralph Seiler, Geschäftsbereichsleiter Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe

 

Was will die Aktionswoche Alkohol und warum beteiligt sich die Diakonie RWL?

Die "Aktionswoche Alkohol" wirbt dafür, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken. Man hört und liest häufig: maßvoll getrunken fördere Alkohol die Gesundheit, das ist falsch. Die Aktionswoche möchte die Sensibilität stärken und macht darauf aufmerksam: Je weniger regelmäßig getrunken wird, desto geringer ist die Gefahr, zu erkranken oder abhängig zu werden.

Für die Diakonie ist Präventionsarbeit, wie sie  in der Aktionswoche Alkohol geschieht, ebenso wichtig wie die verschiedenen Beratungs- und Hilfsangebote unserer Einrichtungen sowie der Suchtselbsthilfe. Als Verband ist die Diakonie außerdem Mitglied der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V., die wesentlicher Initiator und Träger der "Aktionswoche Alkohol" ist.

 

Wie hilft die Diakonie den Betroffenen von Alkoholsucht?

Die Diakonie macht Angebote für Menschen, die Probleme im Umgang mit Alkohol haben. Das sind Angebote der Suchtselbsthilfe, wo Betroffene sich austauschen und unterstützen und diakonische Beratungsangebote oder Fachkliniken, die Ratsuchende auf dem Weg aus der Sucht begleiten oder auf Suchtgefahren hinweisen.

 

Sind nicht Medikamentensucht und Spielsucht mittlerweile gefährlicher als Alkohol?

Es geht in der Aktionswoche nicht um eine Bewertung der Gefährlichkeit von Suchtmitteln. Alkohol ist  die "Volksdroge" Nummer eins!

Der regelmäßige Konsum von Alkohol, Nikotin und Cannabis geht zwar zurück. Die Zahl der Rat- und Hilfesuchenden in unseren Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen steigt jedoch stetig an.  

Alkoholkonsum  wird gesellschaftlich als völlig normal angesehen und ist akzeptiert. Deshalb geht es in der Aktionswoche in erster Linie um eine allgemeine Sensibilisierung in Bezug auf das Konsumgut Alkohol sowie die gesundheitlichen und sozialen Risiken des persönlichen Alkoholkonsums.

 

 

Wenn ich meinen Alkoholkonsum in dieser Woche genauer beobachten möchte, was empfehlen Sie?

Sehr informativ ist das kleine Quiz zum Alkoholkonsum, das Sie auf der Internetseite wwww.aktionswoche-alkohol finden. Wer mitmacht lernt, wie gesundheitsschädlich Alkohol ist und das weniger Alkohol besser ist. Außerdem kann man 500 Euro gewinnen.

 

Weitere Informationen:

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