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Archiv 2011

22. Juli 2011

Erkennbare Vorteile für Patienten und verbesserte Rahmenbedingungen für Mitarbeitende

Ev. Krankenhaus Lippstadt und Ev. Krankenhausfördergesellschaft gründen drittgrößten evangelischen Krankenhauskonzern in NRW

Logos der Träger der Krankenhausholding

Die Stiftung Evangelisches Krankenhaus Lippstadt wird zum 1. Januar 2012, vorbehaltlich der noch ausstehenden Genehmigungen, gemeinsam mit der EKF Evangelische Krankenhausfördergesellschaft mbh eine neue Krankenhausträgergesellschaft gründen und damit neue, größere Strukturen im Sinne eines evangelischen Krankenhauskonzerns schaffen. In Nordrhein-Westfalen wird die zukünftige Gesellschaft damit den drittgrößten evangelischen Krankenhauskonzern darstellen.

Zur EKF gehören das EVK Hamm, das Evangelische Krankenhaus Johannisstift Münster, das Evangelische Lukas-Krankenhaus Gronau, das MVZ am EVK Hamm, die Evangelische Gesellschaft für Medizinische Dienste (EMD), die Evangelischen Pflegedienste (EPD) sowie die Wirtschaft- und Versorgungsgesellschaft WIVO. Mit dem Evangelischen Krankenhaus Lippstadt, der Servicegesellschaft Lippstadt und der Diakoniestation Lippstadt werden alle Tochtergesellschaften unter einer neuen Dachgesellschaft zusammengefasst. Gesellschafter dieser neuen Krankenhaus-Holding sind die Stiftung EVK Lippstadt, die EKF sowie ein Treuhänder.

Vorteile für Patienten und Mitarbeiter

„Im Rahmen der neuen Holding-Struktur ergeben sich für das EVK Lippstadt und das EVK Hamm durch die räumliche Nähe neue Möglichkeiten in der Etablierung standortübergreifender medizinischer Zusammenarbeit im Versorgungsraum Hamm/Lippstadt“, erläutert Jochen Brink, Vorstand der Stiftung Evangelisches Krankenhaus Lippstadt.
Die geschlossenen Leistungsketten, die das EVK Hamm den Patienten auf dem Gesundheitscampus und auch das Evangelische Krankenhaus Lippstadt an seinem Standort bereits heute anbieten, könnten so über Standorte hinweg weiterentwickelt werden. Ansätze für eine Zusammenarbeit zwischen den Häusern in Hamm und Lippstadt gebe es zum Beispiel im Bereich von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, den Krebserkrankungen, der Plastischen Chirurgie und der Versorgung von Frühgeborenen.

Weitere Chancen ergeben sich in standortübergreifenden ärztlichen Weiterbildungskonzepten, mit denen individuelle Ausbildungsinteressen noch besser abgedeckt werden können.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass sich für die Patienten durch die neuen Strukturen und den damit verbundenen erweiterten fachlichen Austausch erkennbare Vorteile ergeben. „Wir verbessern durch diese Zusammenarbeit die Rahmenbedingungen für unsere jetzigen und zukünftigen Mitarbeiter, denen wir in einer größeren Konzernstruktur mehr Sicherheit und bessere Ausbildungschancen bieten können“, erläutert Dr. Gisbert König, Vorsitzender des Stiftungsrates Evangelisches Krankenhaus Lippstadt, Gründe, die bei der Arbeitsplatzwahl vieler Bewerber eine Rolle spielen. „Gut ausgebildete, engagierte und dem Patienten zugewandte Mitarbeiter wiederum geben dem konfessionellen Profil unserer Häuser in der täglichen Arbeit mit den Patienten ein Gesicht.“

Die neue Krankenhausholding in Zahlen

Mit 328 Planbetten, fast 16.000 stationären Patienten im Jahr, acht Fachabteilungen und einem Jahresumsatz von mehr als 45 Mio. € ist das EVK Lippstadt gemessen an der Zahl der Patienten das größte Krankenhaus in Lippstadt und Umgebung. Wirtschaftlich und medizinisch ist das EVK Lippstadt gut aufgestellt. Das EVK Hamm mit 464 Betten, rund 20.000 stationären Patienten im Jahr, zwölf Fachabteilungen und einem Umsatz von zirka 75 Mio. € ist mit vielen Schwerpunkten und Zentren ebenfalls bestens positioniert.

Unter der neuen Dachgesellschaft werden in Zukunft rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt sein, 2.000 von ihnen in den vier Krankenhäusern, die im vergangenen Jahr gemeinsam rund 42.000 Patienten versorgt haben.

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