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Archiv 2011

10. März 2011

Rassistischen Umtrieben und Diskriminierung konkret wehren

Evangelische Kirchen und Diakonie in NRW beteiligen sich an Wochen gegen den Rassismus

Ein Schwarzer wird wegen seiner Hautfarbe nicht in die Diskothek eingelassen. Ein Bewerber mit arabisch klingendem Nachnamen erhält keinen Wohnbesichtigungstermin. Beispiele für Diskriminierung und Rassismus im Alltag gibt es viele. Zu viele: Die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen und deren Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) unterstützen die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ 2011 und teilen das Anliegen, rassistischen Umtrieben zu wehren. Zugleich ermuntern sie Kirchenkreise, Kirchengemeinden und Gemeindegruppen, sich an den Wochen gegen Rassismus zu beteiligen. Die Wochen stehen unter dem Motto „alle anders – alle gleich“ und finden vom 14. bis 27. März statt.

Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Lippische Landeskirche engagieren sich für die Wochen ideell und finanziell. Neben der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) beteiligen sich zahlreiche zivilgesellschaftliche und religiöse Organisationen als Kooperationspartnerinnen. Zuletzt fanden bundesweit knapp tausend Veranstaltungen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus statt. Zur Vorbereitung gibt es Plakate und Unterrichtsmaterialien.

Minarett-Verbot in der Schweiz. Deportation von Roma in Frankreich. Erstarken der islamfeindlichen PVV in den Niederlanden: Im Materialheft nennt die ehemalige Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süßmuth diese Beispiele und klagt, „dass Rassismus viele Gesichter hat“. Gegen die „vielen besorgniserregenden Entwicklungen“ auch in Deutschland böten die Internationalen Wochen gegen Rassismus Gelegenheiten zu inhaltlicher Debatte über fremdenfeindliche und rassistische Vorurteile und Ausgrenzungen, ihre Wirkmechanismen und den Umgang mit ihnen.

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