21. April 2011
Hilfe zwischen Trümmern
Diakonie Katastrophenhilfe organisiert Hilfe in Japan
Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe
- Rheinland
Konto 1023, Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank, BLZ 350 601 90
- Westfalen
Konto 21 000 35 033, Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank, BLZ 350 601 90
Gewaltig ist das Ausmaß der Zerstörung, die das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami am 11. März entlang Japans Küste im Nordosten der Insel Honshu ausgelöst haben. Angesichts der riesigen Verwüstungen kommen die Aufräum- und Bergungsarbeiten im Katastrophengebiet nur langsam in Gang, zumal immer neue starke Nachbeben die Menschen in der Region in Angst und Schrecken versetzen. Dennoch ist mittlerweile die Nothilfe der Partner der Diakonie Katastrophenhilfe angelaufen - ein kleines Zeichen der Hoffnung.
Angesichts der riesigen Verwüstungen kommen die Aufräum- und Bergungsarbeiten im Katastrophengebiet nur langsam voran. Zehntausende Menschen sind noch immer in Notunterkünften in Schulen, Turnhallen und anderen öffentlichen Gebäuden untergebracht. Zerstörte Verbindungswege sowie vor allem der Mangel an Benzin erschweren ihre Versorgung mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern. Während die Elektrizität in einigen Orten bereits wieder funktioniert, sind Gas- und Wasserversorgung weiterhin vielerorts unterbrochen.
Wie hilft die Diakonie Katastrophenhilfe?
Mit Betroffenheit und großer Solidarität haben Menschen weltweit auf die schreckliche Katastrophe reagiert. Auch in Japan selbst ist die Hilfsbereitschaft für die von den Folgen des Bebens betroffenen Landsleute groß. Offiziell hat die japanische Regierung jedoch nicht um nationale oder internationale Hilfe gebeten und rasch selbst Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Doch in Anbetracht der Größenordnung der Katastrophe und des enormen Bedarfs haben Kirchen und andere Organisation zusätzliche Hilfe mobilisiert. Auch die Nothilfe der Partner der Diakonie Katastrophenhilfe ist mittlerweile angelaufen. Um ihre Maßnahmen für die Erdbebenopfer sinnvoll zu koordinieren und abzustimmen haben sich vier große evangelische Kirchen Japans zu einem Verbund (Japan Lutheran Emergency Relief / JLER) zusammengeschlossen. Unterstützt durch erfahrene Katastrophenhelfer des Lutherischen Weltbunds organisieren sie die Verteilung von Hilfsgütern an Erdbebenopfern in Notunterkünften und bereiten längerfristige Hilfsmaßnahmen vor. „Wir sind bereit Lücken zu füllen und die notwendigen Hilfen zu ergänzen“, erklärten dazu Vertreter des kirchlichen Netzwerks. Ihre Arbeit konzentriert sich vor allem auf die Präfekturen Miyagi und Iwate, in denen es schwere Schäden gegeben hat.
Nothilfe: Verteilung von Nahrungsmitteln und Hilfsgütern
Besonders groß ist der Bedarf zurzeit beim Transport und der Verteilung von Hilfsgütern. Neben Lebensmitteln verteilten die Helfer auch Sachspenden, die in Gemeinden gesammelt worden waren. Um die Verteilung weiterer Hilfsgüter zu beschleunigen, hat JLER mittlerweile ein Lagerhaus in Sendai angemietet, von wo aus die Hilfsgüter schneller in die umliegenden Evakuierungszentren transportiert werden können. Die Nothilfe soll zu nächst drei Monate fortgesetzt werden.
Psychosoziale Hilfe
Die Hilfskräfte von JLER leisten aber auch seelsorgerlichen Beistand. Denn obwohl die Japaner insgesamt sehr gelassen und ruhig mit der Katastrophe umgehen, sitzt der Schock nach der Katastrophe tief. Vielen macht auch der Mangel an Privatsphäre in den Notunterkünften und die Ungewissheit über die Zukunft zu schaffen. Da viele Schulen wegen des Bebens nicht rechtzeitig zu Beginn des neuen Schuljahrs im April öffnen können, leiden vor allem Kinder unter dem Nichtstun und den fehlenden Beschäftigungsmöglichkeiten in den trostlosen Evakuierungszentren. Die Abteilung für klinische Psychologie des Lutheran College in Tokio bereitet daher zusätzliche psychosoziale Hilfsangebote vor. So sollen freiwillige Helfer geschult darin werden Anzeichen von Trauma zu erkennen und Betroffene an professionelle Stellen weiterleiten.
Unterstützung beim Neuanfang
Der genaue Bedarf an Unterstützung beim Wiederaufbau lässt sich zurzeit noch nicht absehen. Die japanische Regierung hat bereits ein umfangreiches Wiederaufbauprogramm angekündigt. Da der Tsunami jedoch vielen Bewohnern in den Küstenorten ihre Lebensgrundlagen geraubt hat, plant die Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe mindestens 200 einkommensschwache Familien bei der Neuausstattung ihrer Fischereioder Handwerksbetriebe zu unterstützen.
Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden auf das Spendenkonto:
- Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland
Konto 1023, Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank, BLZ 350 601 90
- Diakonie Katastrophenhilfe Westfalen
Konto 21 000 35 033 Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank, BLZ 350 601 90
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an
- Ulrich T. Christenn, Referent für Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland (Telefon 0211 6398-255, Telefax 0211 6398-277
- Sabine Portmann, Referentin für Diakonie Katastrophenhilfe Westfalen (Telefon 0251 2709-790, Telefax 0251 2709-904