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Archiv 2011

13.01.2011

Diakonie in Rheinland-Pfalz

Jens Rautenberg in die Geschäftsführung berufen

Portraitfoto am Tisch

Jens Rautenberg im Gespräch

Mit der Arbeitsgemeinschaft der Diakonie in Rheinland-Pfalz haben die Landeskirchen und ihre Diakonischen Werke in der Pfalz, in Hessen-Nassau sowie im Rheinland eine neue Struktur für die Diakonische Landschaft in Rheinland-Pfalz geschaffen. Drei Diakonische Werke sind hier über ihre Mitglieder vertreten. Die neu geschaffene Arbeitsgemeinschaft hat jetzt eine Geschäftsführung berufen. Aus dem Rheinland wird Jens Rautenberg Mitglied der Geschäftsführung. In einem Interview erläutert er die Lage und die Aufgabe.

Die Diakonie RWL erstreckt sich nicht nur auf Nordrhein-Westfalen. Auch Teile des Saarlands sowie von Rheinland-Pfalz gehören dazu. In Rheinland-Pfalz arbeiten wir mit anderen Landesverbänden zusammen.

Jens Rautenberg: Im Gebiet des Bundeslandes Rheinland-Pfalz arbeiten die drei Diakonischen Werke Pfalz, Rheinland und Hessen-Nassau. Es waren vor allem die Träger, die wiederholt und nachdrücklich ihren Wunsch nach erhöhter Zusammenfassung und Koordination der Arbeit von Mainz aus geäußert haben. Es hat allerdings mehrere Jahre gedauert, bis im vergangenen Jahr 2010 durch eine Ordnung die Arbeitsgemeinschaft der Diakonie in Rheinland-Pfalz geschaffen werden konnte. Zeitgleich wurde auch eine neue Übereinkunft über die Vertretung der Evangelischen Kirchen und der Diakonischen Werke bei der Landesregierung in Rheinland-Pfalz getroffen.


Nachdem am 1. August 2008 durch die RWL-Gründung ein neuer rechtlicher Rahmen für die Zusammenarbeit der Diakonischen Werke von Rheinland, Westfalen und Lippe geschaffen wurde, gibt es jetzt also auch eine entsprechende Vereinbarung für Rheinland-Pfalz.
J.R. Die Arbeitsgemeinschaft der Diakonie in Rheinland-Pfalz hat jetzt eine klare Struktur.Der Gesellschafterversammlung gehören die gesetzlichen Vertretungen der drei Diakonischen Werke Pfalz, Rheinland und Hessen-Nassau an. Sie ist sowohl  Mitgliederversammlung als auch Aufsichtsorgan über die Geschäftsführung. Der Geschäftsführung sind die laufende Dienst- und Fachaufsicht über die landesweiten Referenten übertragen.
Mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe lässt sich die neue Konstruktion aber nur bedingt vergleichen, da in der Arbeitsgemeinschaft längst nicht alle diakonischen Arbeitsbereiche und Arbeitsfelder durch entsprechende Referentinnen und Referenten abgedeckt sind. Das bisherige gestufte System mit fünf landesweiten Referentinnen und Referenten, die jetzt von der Geschäftsführung „gesteuert“ werden können, und verschiedenen „koordinierenden“ Referentinnen und Referenten, die von ihren Diakonischen Werken aus vor allem spitzenverbandliche Aufgaben für Rheinland-Pfalz wahrnehmen, bleibt bis auf Weiteres bestehen.


Die Gesellschafterversammlung als höchstes Organ der Arbeitsgemeinschaft hat Sie als Mitglied der Geschäftsführung berufen.

J.R. Die Gesellschafterversammlung hat aus den beteiligten Werken jeweils eine Person in die Geschäftsführung berufen. Pfarrer Albrecht Bähr, der aus dem Diakonischen Werk der Pfalz kommt und dort ab Januar 2011 auch das Amt des Landespfarrers wahrnimmt, ist Sprecher der Geschäftsführung. Aus dem Diakonischen Werk Hessen-Nassau kommt der dortige Justitiar Dr. Heiko Kunst. Aus dem Diakonischen Werk Rheinland wurde ich in die Geschäftsführung berufen. Dr. Kunst und ich sind ständige Vertreter von Herrn Bähr mit eigenen Zuständigkeits- und Verantwortungsbereichen. Alle drei verfügen wir über gute Verbindungen zur jeweiligen Leitungsebene unserer Werke - Pfarrer Bähr ist sie im Prinzip selbst -, so dass wir hier auf längere Sicht sicherlich etwas bewegen können. 
Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland hat mich entsandt , denn dieses ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft. Das bedeutet aber nicht, dass der Verein Diakonie RWL und seine Mitarbeitenden etwa außen vor bleiben. Die Mitarbeitenden des Vereins, mich eingeschlossen, sind es, die die Arbeit ausführen und zwar im gesamten Verbandsgebiet von Bielefeld bis Saarbrücken.


Noch sind die Beschlüsse ja ganz frisch. Können Sie schon absehen, was auf Sie zukommen wird. Konkret gefragt: Wird man Jens Rautenberg künftig in Düsseldorf oder auch gelegentlich in Münster antreffen oder sitzen Sie jetzt dauerhaft in Mainz?

J.R. Nach der Berufung der Geschäftsführung in der konstituierenden Sitzung der Gesellschafterversammlung am 23. November 2010 haben wir jetzt im neuen Jahr mit der Arbeit begonnen. Gegenwärtig stimmen wir eine Geschäftsordnung und vor allem die Geschäftsverteilung ab. Letztere werden wir, wenn die Gesellschafterversammlung unserem Vorschlag in ihrer Sitzung Ende Januar zustimmt, namentlich den Geschäftsbereichsleitungen und den Referentinnen und Referenten in der Diakonie RWL bekannt geben. Dann wissen die Kolleginnen und Kollegen, wer von uns für welche Bereiche ansprechbar ist. Ich verstehe mich aber auch, was den rheinischen Teil von Rheinland-Pfalz betrifft, als Ansprechpartner beziehungsweise Vermittler für alle diakonischen Arbeitsbereiche.
Formal bin ich zu einem Viertel meiner Arbeitszeit als ständiger Vertreter der Geschäftsführung in Mainz eingesetzt. Ein Teil der Arbeit wird sich von Düsseldorf aus erledigen lassen, es geht ja auch um die Kommunikation mit der Fachebene hier. Unsere Sitzungen, die Wahrnehmung von Gremien- und Gesprächsterminen und die Vorstellung bei verschiedenen Trägern vor Ort werden aber eine nicht unerhebliche Zeit der Präsenz in Rheinland-Pfalz einfordern.
Übrigens ist Rheinland-Pfalz für mich kein ganz unbekanntes Gelände. Während meiner Tätigkeit als Migrationsreferent des DW EKiR war einer meiner Schwerpunkte die Begleitung der Flüchtlings- und Migrationsarbeit im Südrhein - fast 18 Jahre lang.
Als Startschuss nach Innen und Außen - für die Träger der Diakonie in Rheinland-Pfalz und die Landespolitik - haben wir die kommende Trägerversammlung vorgesehen, die im Mai oder Juni 2011 in Mainz stattfinden wird.
Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit den beiden Kollegen in Mainz, den Mitgliedern der Gesellschafterversammlung und den Trägern im Südrhein und außerdem erhoffe ich mir einen guten kollegialen Austausch in Fragen des Südrheins mit den Geschäftsbereichsleitungen und den Referentinnen und Referenten in Düsseldorf und in Münster.


Wir wünschen Ihnen für Ihre neue Aufgabe Gottes Segen.

Kontakt: Jens Rautenberg, Leiter der Stabsstelle Koordination, Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V., Lenaustraße 41, 40470 Düsseldorf 0
Tel.: 0211 6398-410, 

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