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Archiv 2011

12. Mai 2011

Kritik am System der Pflegenoten

BAGFW fordert: Darstellung der Qualität von Pflegeeinrichtungen auf neue tragfähige Füße zu stellen

Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege setzt sich dafür ein, das jetzige System der Pflegenoten zu ersetzen. Eine zukünftige Qualitätstransparenz müsse auf der Grundlage von Aspekten der Ergebnis- und Lebensqualität hergestellt werden, hieß es in einer Mitteilung der BAGFW vom 12. Mai. Dem bisherigen System der Pflegenoten war vielfach vorgehalten worden, lediglich die Qualität von Konzeption und Dokumentation abzubilden. Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL, begrüßte den Vorstoß.

In einem neuen Positionspapier beschreibt die BAGFW die "Eckpunkte einer zukünftigen Qualitätsberichterstattung" auf der Grundlage des vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Projekts zur Beurteilung von Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe. Darin heißt es:

Dr. Klaus Wingenfeld, einer der Autoren der Studie zur Beurteilung der Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe.

"Erstmalig liegt nun mit den vorgelegten Projektergebnissen ein in und für Deutschland entwickeltes Set wissenschaftlich fundierter Indikatoren der Ergebnis- und Lebensqualität für die stationäre Pflege vor. Damit sind die Grundlagen für eine faire und verbraucherfreundliche Qualitätsberichterstattung gegeben. Allerdings erfordert die Umstellung auf Ergebnisqualität ein neues Verfahren zur Qualitätsprüfung und -berichterstattung, das in das gegenwärtige System nicht integrierbar ist. [...] Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege setzt sich dafür ein, zügig mit der Umsetzung der Ergebnisse des Projekts zur Ergebnisqualität zu beginnen und fordert die Partner der Selbstverwaltung auf, sich konstruktiv daran zu beteiligen." Die Ausrichtung des neuen Modells auf Lebens- und Ergebnisqualität ermögliche eine optimale Verzahnung von externer Qualitätssicherung und internem Qualitätsmanagement, heißt es weiter in dem Positionspapier der BAGFW vom 12. Mai 2011.

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