Sie sind hier: Start >

Aktuelles

> Archiv >

Archiv 2011

11. April 2011

Bleiberecht für Roma

Haltung von Kirche und Diakonie

2 Flüchtlingskinder

Foto: ekd.de

Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) hat ihre Forderung nach einem dauerhaften Bleiberecht für Roma und weitere ethnische Minderheiten aus Ex-Jugoslawien bekräftigt. Angehörige der damals vertriebenen und geflohenen Menschen, die zum größten Teil Roma seien, würden im Kosovo oder in Serbien weiterhin massiv diskriminiert, erklärte Kirchenrat Rafael Nikodemus für die Evangelische Kirche im Rheinland.

 

Zum Ende des zeitlich begrenzten Abschiebestopps am 31. März im Rahmen des sogenannten Wintererlasses NRW verwies Dietrich Eckeberg ( Diakonie RWL) erneut auf die im November vergangenen Jahres an die Innenministerkonferenz gerichtete Forderung, ein sofortiges Bleiberecht für geduldete Roma, Ashkali und Kosovo-Ägypter zu beschließen. Diesen Aufruf hatten neben den drei evangelischen Landeskirchen in NRW insgesamt knapp 70 Organisationen wie Flüchtlingsberatungsstellen, Menschenrechtsorganisationen und Parteien unterschrieben.


 
Nach dem Kosovokrieg 1999 lebten heute Roma im Kosovo in Slums ohne Wasser- und Stromversorgung, erklärten die Unterzeichner von Diakonie, Kirchen und Flüchtlingsorganisationen. Roma seien mit weit über 90 Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen. Zur alltäglichen Diskriminierung käme der faktische Ausschluss von sozialen Sicherungssystemen und ärztlicher Behandlung hinzu. Übergriffe führten dazu, dass sich Minderheitenangehörige in einigen Gemeinden nicht frei bewegen könnten.

Zurück zur Liste