21. Dezember 2011
Hoffnung für Osteuropa
Hilfsaktion von Evangelischer Kirche und Diakonie fördert neue Projekte

Seit 1994 fördert die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ soziale und kirchliche Projekte zwischen Estland und Bulgarien. In diesem Jahr werden neun Projekte mit insgesamt mehr als 84.000 Euro gefördert. Gesammelt wurden diese Spenden in Gottesdienstkollekten in rheinischen Kirchengemeinden.
Die Hilfsgelder fließen in ganz unterschiedliche Projekte. In Rumänien wird eine Armenspeisung in Botosani neue Küchen-Ausstattung und Sanitäranlagen erhalten und für ein Altenheim in Kronstadt der Transport von Hilfsgütern finanziert. In Beregszasz, in der Ukraine, soll ein Mutter-Kind-Heim saniert werden und im polnischen Goldap wird eine Kapelle mit rheinischer Hilfe wieder aufgebaut. Gemeinsam mit der Ev. Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe wird 2012 im russischen Vologda ein Internationaler Fachkongress und die Dritte Sommerakademie veranstaltet, die für mehr Verständnis zwischen Ost und West werben wollen.
Partner in Diakonie und Gemeinden
Hinter allen Projekten stehen rheinische Partner. Das sind zum Teil Kirchengemeinden, wie die Gemeinde in Düsseldorf-Gerresheim, die Wasch- und Körperpflegemittel in ein Altenheim ihrer Partnergemeinde in Tschechien transportiert, oder die Kirchengemeinde Haffen-Mehr-Mehrhoog im Kirchenkreis Wesel, die sich für den Erhalt eines Klosters im rumänischen Agafton einsetzt.
Eine Hoffnung für ganz Europa
Nikolaus Immer, Geschäftsbereichsleiter Soziales, begründet, warum sich die Diakonie für Osteuropa engagiert: "Wir haben uns für die Fortführung der Aktion "Hoffnung für Osteuropa" entschieden, weil nach wie vor viele Kirchengemeinden, diakonische Einrichtungen und Vereine ganz aktiv in der Arbeit sind und vor Ort mit ihren Partnern viel bewirkt haben und noch bewirken werden." Er sieht die Hilfsaktion, gerade angesichts der aktuellen Diskussion um die Zukunft Europas, als kleinen Beitrag zum Zusammenhalt der Länder untereinander. "Hoffnung für Osteuropa ist wirklich eine Hoffnung für ganz Europa", so Immer.
Verständnis in Ost und West fördern
"Hoffnung für Osteuropa" will durch Erfahrungsaustausch und Kooperation mit einheimischen kirchlichen oder zivilgesellschaftlichen Partnern "Hilfe zur Selbsthilfe" leisten. Erfolgreiche Sozialprojekte sollen als Symbole der Hoffnung wahrgenommen werden und zur Nachahmung motivieren. "Hoffnung für Osteuropa" will in Ost und West Verständnis wecken für die verschiedenartigen Lebenssituationen und Traditionen. Internationale Begegnungen und Partnerschaften zwischen den Kirchen sollen zur Völkerverständigung beitragen und die Ökumene stärken. In der Aktion arbeiten heute mehrere evangelische Landeskirchen und Diakonische Werke zusammen. Im Rheinland sind das die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) mit ihrem Diakonischen Werk.