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27. November 2011

Land zum Leben - Grund zur Hoffnung

In Dortmund eröffnet "Brot für die Welt" die 53. Aktion

Hohes Treppenhaus mit Brot-Für-Die-Welt-Bannern

Eröffnungsfeier im Dortmunder Rathaus

Gruppenbild

Mitwirkende der Aktion
Gröperes Bild mit Namen

 


Eröffnungsgottesdienst: Blick in die gefüllte Kirche, links ein großer Banner für Brot für die Welt

Präses Buß, Pfarrer Barenhoff, Ana Alvarez, Cornelia Füllkrug-Weitzel, Superintendent Dr. Rainer Bath

Gottesdienstbesucher, im Hintergrund ein Banner Brot für die Welt

Beispiele für die Darstellung des Eröffnungsgottesdienstes in der ARD-Übertragung

Weitere Bilder

Land zum Leben - Grund zur Hoffnung, unter diesem Motto steht die 53. Aktion von "Brot für die Welt". Am 1. Adventssonntag eröffnete das evangelische Hilfswerk in Dortmund das neue Aktionsjahr mit einem feierlichen Gottesdienst, der bundesweit von der ARD übertragen wurde. Im Gottesdienst predigte der Präses der westfälischen Kirche, Alfred Buß.

„Land zum Leben, Grund zur Hoffnung – Brot für die Welt fängt bei uns an“, so der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß, in seiner Predigt. „Darum stellen wir uns an die Seite der Entrechteten. Darum stoßen wir verschlossene Türen auf – zuerst bei uns und unserem Konsumverhalten.“

„Land muss die Menschen ernähren – zuallererst die Menschen, die darauf leben, und das muss überall auf der Welt gelten“, sagte Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Direktorin von „Brot für die Welt“, in der Kirche St. Reinoldi. Es sei nicht hinzunehmen, dass Menschen ihre Felder und damit ihre Existenz verlieren, weil dort Soja für unser Vieh und Energiepflanzen für unseren Sprit angebaut werden.

Ana Alvarez, Projektpartnerin von Brot für die Welt aus Argentinien, berichtete anschaulich, was der Landraub in der Region Gran Chaco bedeutet: „Im diesem zweitgrößten Schutzgebiet Argentieniens werden hunderttausende Hektar abgeholzt für Monokulturen.“ Die Mitarbeiterin der Anglikanischen Kirche koordiniert ein Hilfsprogramm für die Wichi-Indianer, die von ihrem angestammten Grund und Boden vertrieben wurden. „Die Wichi verlieren nicht nur ihr Land, auch ihre Tradition und Kultur sind in Gefahr“, sagt Ana Alvarez. „Brot für die Welt“ hilft ihnen dabei, die Zerstörungen zu dokumentieren und ihre Ansprüche vor Gericht zu bringen.

Festabend im Dortmunder Rathaus

Am Vorabend der Eröffnung hatte Füllkrug-Weitzel im Foyer des Dortmunder Rathauses mehrere hundert Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft zu einem Festakt begrüßt. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Projektarbeit, die „Brot für die Welt“ in Argentinien fördert. In ihrem Grußwort betonte Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, eine hohe Übereinstimmung der Politik der Landesregierung mit den Zielen von "Brot für die Welt", gerade auch in der Frage des so genannten Landgrabbing, das im Mittelpunkt der 53. Aktion stehe. Die Journalistin Julitta Münch moderierte die Abendveranstaltung. Mit dem Dortmunder Oberbürgermeister, Ulrich Sierau, und dem Vorstandsvorsitzenden der Dortmunder Kirchenkreise, Pfarrer Paul-Gerhard Stamm, sprach sie über politische Ziele in Sachen Fairer Handel und wie diese Ziele in einem gelingenden Miteinander von Kirche und Stadt vor Ort umgesetzt werden können. Der bekennende Fahrradfahrer Präses Alfred Buß und seine Tochter, Anna Maike Gross, erzählten, wie die Grundüberzeugungen in der Frage weltweiter Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung im Familienalltag zum Ausdruck kommen und wie Grundhaltungen gelebt werden und so weitertradiert werden können.

Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Dortmunder Gospelchor "CantaStrophe" und dem Ensemble tango APX. Der Festabend wurde unterstützt von der Bank für Kirche und Diakonie eG und der Ecclesia Versicherungsdienst GmbH.

Traditionell wird am 1. Advent auch in den anderen Landeskirchen mit Gottesdiensten die neue Spendenaktion eröffnet. Im Jahr 2010 wurden im Bereich Rheinland, Westfalen, Lippe in Kirchengemeinden sowie von Einzelpersonen mehr als acht Millionen Euro für die Arbeit von Brot für die Welt gespendet.


Bilder von der Eröffnung der 53. Hilfsaktion von Brot für die Welt

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