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Archiv 2011

25. November 2011

Wir wollen Arbeit!

Kirche und Diakonie beteiligen sich am Aktionstag gegen Langzeitarbeitslosigkeit im Saarland

Motiv des Aktionstages

Motiv des Aktionstages "Wir wollen Arbeit"

Unter dem Motto "Wir wollen Arbeit!" veranstaltete der Saarland Sozialgipfel, in dem sowohl das Diakonische Werk an der Saar als auch die Evangelische Landeskirche mitarbeiten, am 24. November 2011 in Saarbrücken einen Aktionstag gegen Langzeitarbeitslosigkeit. Nach einer öffentlichen Pressekonferenz im Großen Saal der Arbeitskammer gab es Aktionen und Infostände in der Saarbrücker Innenstadt. Pfarrer Udo Blank, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes an der Saar (DW Saar) und derzeit Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar (LIGA Saar), wies auf gravierende Missstände hin und forderte eine verantwortungsvolle aktive Arbeitsmarktpolitik durch den Bund und das Saarland.
Der Saarland Sozialgipfel, ein Zusammenschluss von Gewerkschaften, Kirchen und Verbänden, appellierte an die Solidarität der Landtagsabgeordneten. Langzeitarbeitslosigkeit sei kein Randphänomen, heißt es in einem Offenen Brief an die Parlamentarier. Allein im Saarland seien rund 10 700 Menschen länger als ein Jahr arbeitslos, hinzu kämen allein nach offizieller Statistik 1 400 ältere Langzeitarbeitslose, die nicht mehr registriert würden. Einsparungen im Bundeshaushalt seien überproportional den ärmeren Bevölkerungsteilen aufgebürdet worden.

Aus Sicht des DW Saar werden damit Zukunftschancen verbaut, Langzeitarbeitslose dauerhaft stigmatisiert und Hoffnungslosigkeit und Resignation das Wort geredet. Die Auswirkungen für die Betroffenen, für ihre Familien und Kinder, aber auch für die Gesellschaft seien verheerend, so Wolfgang Biehl, Geschäftsführer des DW Saar, der in die LIGA Saar zuständig ist für den Kontakt zum saarländischen Sozialgipfel. Armut werde verfestigt statt abgebaut, "Kinder erleben in der Familie eine Entfremdung von der Arbeitswelt. Der Riss in der Gesellschaft zwischen Arm und Reich wird damit größer und die soziale Schieflage verfestigt sich."

Der Saarland Sozialgipfel fordert die Rücknahme der Kürzungen für die Beschäftigungsförderung und setzt sich für öffentlich bezahlte Arbeit statt bezahlter Arbeitslosigkeit ein. Weiterhin wird eine verantwortungsvolle Arbeitsmarktpolitik durch den Bund und das Saarland angestrebt sowie der Erhalt und die dauerhafte Absicherung sinnvoller Beschäftigungsprojekte.

 

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