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10. Juli 2012

Innovation of Society management

Chinesische Delegation informiert sich bei der Diakonie RWL über Wohlfahrtssysteme in Deutschland

Chinesische Delegation vor dem Haupteingang zum Tagungshotel

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Innovation of Society management
Chinesische Delegation informiert sich über Wohlfahrtssysteme in Deutschland
Die 17 Delegierten um Herrn Wang Gang, Deputy Secretary General des Standing Committee of Xiamen Municipal People’s Congress hatten bereits 19 Reisetage mit unzähligen Stationen quer durch Deutschland hinter sich und dabei ganz unterschiedliche Eindrücke über die Organisation und die Finanzierungsmodalitäten deutscher Wohlfahrtspflege gesammelt, als sie mit rumänischem Busfahrer und einem ausgezeichnet Deutsch sprechenden Dolmetscher am Dienstagnachmittag in Kaiserswerth eintrafen. Eine kurze Führung durch das Gebäudeensemble auf dem Gelände der Kaiserswerther Diakonie einschließlich eines Abstechers in das neu gestaltete Pflegemuseum  brachte die Delegierten trotzdem ins Staunen – nicht nur wegen der Ausführungen der sachkundigen Führerin im Hinblick auf die zahlreiche Kinderschar der Kaiserswerther Gründerfamilie Fliedner. Dass es diesseits des Staates als Hauptakteur wohlfahrtlichen Handelns – und jenseits familialer Versorgungssysteme in Deutschland in eigener Rechtsträgerschaft organisierte, auch zahlenmäßig bedeutende wohlfahrtsverbandliche Akteure gibt, beeindruckte die Gäste, auch wenn diese Systemlogik von ihnen letztlich nicht ganz einfach eingeordnet werden konnte. Großes Interesse zeigten die Gäste an der Organisation der Altenpflege. Sowohl vom Angebot als auch von der Finanzierung her seien wir in Deutschland deutlich weiter, bestätigte ein Experte für die Finanzierungssysteme in China. Im Gespräch wurde aber auch deutlich, dass die Herausforderungen in Deutschland und China angesichts eines gravierenden demographischen Wandels durchaus vergleichbar sind. 

Seit dem 23. Juni waren 17 Delegierte um Herrn Wang Gang, Deputy Secretary General des Standing Committee of Xiamen Municipal People’s Congress, auf zahlreichen Stationen quer durch Deutschland unterwegs, um sich einen Einblick zu verschaffen über die Organisation und die Finanzierungsmodalitäten deutscher Wohlfahrtspflege. Im Rahmen ihres Besuchsprogramms waren sie auch zu Gast bei der Diakonie RWL als größtem Diakonie-Landesverband in Deutschland. Volker König, Leiter der Stabsstelle Diakonisches Profil und Kokmmunikation, begrüßte die Delegation in Kaiserswerth.

Großes Interesse zeigten die Gäste am System der Altenpflege in Deutschland. Sowohl vom Angebot als auch von der Finanzierung her sei man in Deutschland deutlich weiter, bestätigte ein Experte für die Finanzierungssysteme in China. "Wir sind gekommen, um hierr von Ihren Erfahrungen zu lernen." Im Gespräch wurde aber auch deutlich, dass die Herausforderungen in Deutschland und China angesichts eines gravierenden demografischen Wandels durchaus vergleichbar sind. 

Für die chinesischen Experten war es ganz ungewohnt und in die eigene Systemlogik kaum einzuordnen, welche wichtige Rolle eine kirchlich geprägte Freie Wohlfahrtspflege im sozialstaatlichen und gesellschaftlichen Gefüge in Deutschland spielt. Dass es diesseits des Staates als Hauptakteur wohlfahrtlichen Handelns – und jenseits familialer Versorgungssysteme in Deutschland bedeutende wohlfahrtsverbandliche Akteure gibt, die ihre Arbeit in eigener Rechtsträgerschaft organisieren, beeindruckte die Gäste. 

Eine Führung über das Gelände der Kaiserswerther Diakonie einschließlich eines Abstechers in das neu gestaltete Pflegemuseum vermittelte den Delegierten einen Einblick in die Entwicklung dieser besonderen Wohlfahrtsstrukturen und brachte sie immer wieder zum Staunen – nicht nur wegen der Ausführungen der sachkundigen Führerin im Hinblick auf die reiche Kinderschar der Kaiserswerther Gründerfamilie Fliedner. 

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