"Die Gesellschaft zusammenhalten"

Pfarrer Thorsten Nolting

Seit 13 Jahren leitet Thorsten Nolting die Diakonie Düsseldorf als theologischer Vorstand. Unter dem Motto „Wir leben Nächstenliebe. Wir gestalten Zukunft“ engagieren sich 2.400 Mitarbeitende für die Menschen in ihrer Stadt. Darunter befinden sich derzeit über 3.400 Flüchtlinge. Ihre Integration darf nicht zu Lasten anderer bedürftiger Gruppen gehen, meint Thorsten Nolting.

Wie möchten Sie persönlich 2016 dazu beitragen, diese Welt im Kleinen oder auch Größeren zu verbessern? 

Für das kommende Jahr liegt mir sehr am Herzen, unsere Gesellschaft zusammenzuhalten und den sozialen Frieden zu erhalten. Die Integration der vielen Flüchtlinge ist für unsere Gesellschaft eine Mammutaufgabe. Wir müssen kreativ sein und gute Ideen entwickeln, um eine ungute Konkurrenz zwischen den verschiedenen bedürftigen Gruppen unserer Gesellschaft wie Flüchtlinge, Langzeitarbeitslose, Suchtkranke oder auch Senioren zu vermeiden. Es beginnt schon bei günstigem Wohnraum, der bei uns in Düsseldorf knapp ist. Derzeit verhandle ich mit der Stadt, um ein Grundstück zu bekommen, das es uns ermöglicht, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.

Welche Vorbilder haben Sie, wenn es darum geht, Veränderungen anzustoßen?

Zu meinen Vorbildern zählt mein Vorstandskollege Adolf Leopold Krebs. Wenn er überzeugt ist, dass sich etwas verändern sollte, arbeitet er konzeptionell daran, dass Veränderung tatsächlich möglich wird. Und er setzt es auch politisch durch. Er ist ein sehr hartnäckiger Verhandlungspartner.

Was tun Sie, damit Ihr guter diakonischer Vorsatz für das kommende Jahr auch gelingt?

Ich werde möglichst vielen Leuten von meinem guten Vorsatz, mehr Wohnraum für Flüchtlinge in Düsseldorf zu schaffen, erzählen. Dann kann ich gar nicht anders, als dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.

 

Zurück zur Liste