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Archiv 2010

29. September 2010

Auf den Spuren der Diakonie

Gelungene Klausur des Geschäftsbereichs Familie, Bildung und Erziehung in Bielefeld

Mitarbeitende des Geschäftsbereichs FABE

Circa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Geschäftsbereich Familie, Bildung und Erziehung haben die Geschichte der Diakonie in Ostwestfalen und aktuelle Entwicklungen der Diakonie erfahren und diskutiert. Am 20. und 21. September bestand in Bielefeld, der Metropole der größten diakonischen Träger, die Möglichkeit zu vielfältigen Einblicken und zum anregenden Austausch.

Nachdem die Klausur des Geschäftsbereichs im letzten Jahr in Bad Kreuznach , dem südlichen Zipfel von Rheinland-Westfalen-Lippe stattfand, war dieses Mal Ost-Westfalen, eine "protestantische Enklave" im sonst sehr katholisch ausgerichteten Westfalen, das Ziel. Bielefeld, Amtssitz der Evangelischen Landeskirche und eine Region geprägt von zahlreichen diakonischen Trägern, einer vielfältigen diakonischen Jugendhilfelandschaft und Europas größten Sozialunternehmen, den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und dem Evangelischen Johanneswerk. Bethel blickt auf eine bewegte 140jährige Geschichte zurück, die in den ersten Jahren maßgeblich von Friedrich von Bodelschwingh geprägt wurde.

Ein historischer Rundgang durch die Ortschaft Bethel mit Informationen über die heutige Arbeitsweise endete mit dem Mittagessen in der "Neuen Schmiede". Dort begrüßte Herr Pastor Pohl, Vorstandsvorsitzender der Stiftungen die Mitarbeitenden des Geschäftsbereichs, berichtete über die Zukunftsthemen Bethels und stand für einen Austausch zur Verfügung. Eine wesentliche Herausforderung sieht Pohl in der Gewinnung von Fachkräften für die soziale Arbeit. In Ausbildung und berufliche Qualifizierung zu investieren ebenso wie in einem Freiwilligen Sozialen Jahr (für Bethel das Betheljahr) junge Menschen für diese Aufgaben zu begeistern, hält er daher für unerlässlich.

Am Nachmittag wurden in Kleingruppen vielfältige Jugendhilfeangebote in Bielefeld und Umgebung besucht und vertiefend kennengelernt. Eine Tagesgruppe für Grundschüler der von-Laer-Stiftung in der Schüco-Arena, eine Mutter/Vater-Kind-Gruppe der Stiftung Ummeln, eine Stadtteileinrichtung des Johanneswerkes, eine Wohngruppe für essgestörte Mädchen der Jugendhilfe Bethel standen unter anderem auf dem Programm.

Abends informierte Herr Lüttkemeier, Vorstand der von Laer Stiftung, in der ehemaligen Markuskirche, die zu einem Begegnungszentrum ausgebaut wurde, über ein neues Stadtteilprojekt und über die Entwicklung der Jugend- und Familienhilfe in der Region.

Zum Abschluss empfingen der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Herr Dr. h. c. Buß und die Diakoniedezernentin Frau Oberkirchenrätin Damke die Teilnehmenden im Landeskirchenamt zu einem Austausch, insbesondere zum Thema Kinderarmut.

Am zweiten Tag stand zunächst die Reflektion der Zielplanung 2010 des Geschäftsbereichs auf der Tagesordnung. Eine Arbeitshilfe zum armutssensiblen Handeln in Einrichtungen der Bildung, Erziehung und Betreuung, das Geschäftsbereichskonzept "Evangelisches Bildungsnetzwerk für die berufliche Bildung (BINZ)", Inklusion und die eigene Weiterbildung waren die Themen, die gemeinsam mit dem Mentor des Geschäftsbereichs, Vorstand Dr. Uwe Becker, beraten wurden.

Am Ende waren sich alle einig: Die Klausur war gelungen! Die Träger und Einrichtungen vor Ort zu besuchen, fördert die Praxisnähe und Kontakte zu den Mitgliedern der Diakonie RWL, der Besuch des Präses der EKvW hat das enge Zusammenwirken von Kirche und Diakonie bestätigt und die gemeinsamen Erlebnisse während der Klausur den Geschäftsbereich weiter zusammwachsen lassen.

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