Umbauprozess der Diakonie RWL gewinnt Konturen

Vierte Regionalkonferenz in Münster: Mitgliederverband braucht Netzwerker, Fachleute und Moderatoren

Der Umbauprozess der Diakonie RWL nimmt konkretere Formen an. Die vom Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe auf der Linie der Strategie 2020 initiierten Projekte laufen an und haben erste Erfolge.  Die Projekte sind ein wichtiger Teil des Konsolidierungsprozesses. „Wir können uns im Wesentlichen nur über die Kostenseite konsolidieren“, machte RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann bei der vierten Regionalkonferenz in Münster deutlich. Grundsätzlich projekt- und themenorientiert zu arbeiten, ist Teil des inneren Umbauprozesses.

Umbauprozess gewinnt Konturen


1. Juli 2015

Sommergespräch mit Diakonie-Reiseleiter Jörg Lange

„Wir fördern Gemeinschaft auf Zeit“

Sommerzeit ist Reisezeit. In der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe gibt es viele Einrichtungen und Angebote, die für Erholung, Spaß und Gemeinschaft in der Ferienzeit sorgen. Jede Woche stellen wir nun im Gespräch ein gutes Beispiel diakonischer Hilfen vor. Unter dem Motto „Ferien für die Seele“ organisiert Religionspädagoge Jörg Lange vom Diakonischen Werk im Kirchenkreis Herford Senioren- und Familienfreizeiten sowie Studienreisen. Mit Erfolg. Die Nachfrage ist hoch.

Interview mit Diakoniereiseleiter Jörg Lange

29. Juni 2015

NRW-Patientenbeauftragter besucht Klinik

„Essgestörte Menschen brauchen schneller Hilfe“

Mehr als jedes vierte Mädchen in Deutschland leidet unter einer Essstörung. Zugleich ist jeder zweite Deutsche zu dick. Um ihr Essverhalten erfolgreich zu ändern, brauchen Betroffene professionelle Hilfe. Doch die ist gar nicht so leicht zu bekommen. Die Leidenswege der Patienten sind zu lang, kritisierte die Klinik am Korso in Bad Oeynhausen jetzt beim Besuch des NRW-Patientenbeauftragten. Die Spezialklinik, die Mitglied der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe ist, fordert Kranken- und Rentenversicherungen auf, schneller zu reagieren.

NRW-Patientenbeauftragter besucht Klinik am Korso

24. Juni 2015

Landesarmutstagung in Rheinland-Pfalz

Viel Reichtum, aber auch mehr Armut

Ralph Szepanski, Albrecht Bähr, Sabine Bätzing-Lichtenthäler

Mehr Jobs, ein höheres Einkommen und viele Immobilienbesitzer – Der neue Armuts- und Reichtumsbericht der rheinland-pfälzischen Landesregierung zeigt, dass das Land im bundesweiten Vergleich ökonomisch gut da steht. Doch die positive wirtschaftliche Entwicklung geht mit einem steigenden Armutsrisiko insbesondere für Alleinerziehende, ältere Menschen und Jugendliche einher. Auf einer Tagung diskutierten jetzt 140 Experten aus der sozialen Arbeit, Verbänden und Politik über den aktuellen Bericht.

Tagungsbericht und Stimmen von Teilnehmenden

22. Juni 2015

Ein Glockenschlag für jeden Ertrunkenen

Brot für die Welt bei Solidaritätsabend für Flüchtlinge in Köln mit dabei

Mit 23.000 Glockenschlägen haben Kirchen im Erzbistum Köln an die 23.000 Flüchtlinge erinnert, die seit dem Jahr 2000 im Mittelmeer ertrunken sind. Kardinal Woelki forderte bei dem Solidaritätsabend für Flüchtlinge auf dem Kölner Roncalliplatz, es brauche endlich eine „europäische Willkommenskultur“. Der rheinische Vizepräses Christoph Pistorius forderte, „Mauern und Burggraben der Ausgrenzung“ abzuschaffen.

Solidaritätsabend für Flüchtlinge in Köln

19. Juni 2015

Junge unbegleitete Flüchtlinge und Schule

„Das Recht auf Bildung ernst nehmen“

Flüchtlingskind schreibt in der Schule

Zum Welttag des Flüchtlings am 20. Juni macht die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe auf Schwierigkeiten bei der Integration unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge ins deutsche Schulsystem aufmerksam. Laut einer aktuellen Umfrage unter 82 diakonischen Mitgliedseinrichtungen der Diakonie RWL wurden rund zehn Prozent der betreuten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge zum Zeitpunkt der Befragung Ende Dezember 2014 nicht beschult.

„Das Recht auf Bildung ernst nehmen“

17. Juni 2015

Diakonie-Flüchtlingsexpertin auf Informationsreise

„Wir dürfen Griechenland nicht alleine lassen“

Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos

Auf Sizilien haben sie die Rettung eines Flüchtlingsbootes miterlebt, vor Lampedusa an einer Gedenkfeier für ertrunkene Flüchtlinge teilgenommen. Politiker, Kirchenvertreter und Flüchtlingsexperten waren eine Woche lang in Italien und Griechenland unterwegs, um sich über die dortige Asylpolitik zu informieren. Karin Asboe von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe schildert im Gespräch ihre Eindrücke aus Griechenland.

„Wir dürfen Griechenland nicht alleine lassen“

17. Juni 2015

Uwe Becker

Vorstandssprecher wechselt zur Evangelischen Fachhochschule Bochum

Der Vorstandssprecher der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Dr. Uwe Becker, wechselt an die Evangelische Fachhochschule RWL in Bochum. Ab dem 1. September wird der Theologe und Sozialexperte eine Professur für Diakoniewissenschaft, Sozialethik und Verbändeforschung übernehmen.

Uwe Becker wechselt zur Evangelischen Fachhochschule Bochum

15. Juni 2015

Diakoniefest zur Flüchtlingshilfe im Ruhrgebiet

Hoffnung eine Heimat geben

Sie helfen Asylanträge zu stellen, organisieren Wohnungen, Sprachkurse und Ausbildungsplätze – Tausende professionelle und ehrenamtliche Helfer der Diakonie sind im Einsatz, um Flüchtlingen in Deutschland eine neue Heimat zu geben. Ihr großes Engagement hat die Diakonie jetzt mit einem Gottesdienst und einer Open-Air-Veranstaltung in Gelsenkirchen gewürdigt. Mit dabei: Diakoniepräsident Ulrich Lilie und Flüchtlinge wie der Syrer Saleh Tibi.

Gemeinsam den Neuanfang ermöglichen

15. Juni 2015

Kritik an Jugendhilfestrukturen

Der Fluch der Volljährigkeit

Umzugskarton

Volljährig zu sein heißt noch lange nicht, ohne Hilfe alleine leben zu können. Doch genau das wird von Jugendlichen erwartet, die in Wohngruppen, Heimen oder Pflegefamilien aufwuchsen. Mit ihrem 18. Geburtstag sind sie von nahezu allen weiterführenden Hilfen abgeschnitten. Deshalb laufen laut einer aktuellen Studie etwa 20.000 junge Erwachsene Gefahr, ganz aus den sozialen Hilfestrukturen herauszufallen. Auf einer Fachtagung der Diakonie RWL forderten Erziehungsexperten jetzt, die Übergänge zwischen den Hilfesystemen nachhaltiger zu gestalten.

Kritik an Jugendhilfestrukturen

11. Juni 2015

Diakonie beteiligt sich an Aktionswoche Alkohol

Mehr Spaß mit weniger im Glas

Zuprosten

Eine Feier ohne Alkohol? Das scheint in Deutschland unmöglich zu sein. Die Zahlen sprechen für sich: 135 Liter pro Kopf gehen jedes Jahr an alkoholischen Getränken über die Ladentheke. Etwa 17 Prozent der Jugendlichen trinken sich mindestens einmal im Monat in einen Rausch. Die bundesweite Aktionswoche Alkohol wirbt unter dem Motto „Weniger ist besser“ für einen verantwortungsvollen Umgang mit Bier, Wein oder Schnaps. Viele diakonische Träger beteiligen sich daran, insbesondere mit Aktionen für Jugendliche.

Diakonie beteiligt sich an Aktionswoche Alkohol

10. Juni 2015

Kritik am neuen Gesetz zur Krankenhausreform

„Grundlegende Probleme bleiben ungelöst“

Krankenpfleger im Gespräch

Die heute vom Bundeskabinett beschlossene Krankenhausreform stößt bei den evangelischen Krankenhäusern im Bereich der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe auf Empörung und Kritik. „Diese Reform gibt keine Antwort auf die drängenden Probleme der Klinikversorgung, sondern verschärft diese zum Teil noch“, erklärt der Vorstand der Diakonie RWL, Thomas Oelkers.

Kritik am neuen Gesetz zur Krankenhausreform

Organisation nach Themen, nicht nach Sozialgesetzbüchern

Dritte RWL-Regionalkonferenz diskutierte Erneuerung des Verbandes

Das CJD-Berufsförderungswerk in Koblenz-Vallendar war Tagungsort der dritten Regionalkonferenz der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Wo sonst in diakonischer Trägerschaft berufliche Neu- und Umorientierung gefördert wird, ging es diesmal um die Weiterentwicklung des größten Spitzenverbandes der Wohlfahrtspflege auf Länderebene.Drei Themen standen im Mittelpunkt: Die „Südrhein“-Frage, die Mitgliedsbeiträge und die Rolle der Fachverbände.

Dritte RWL-Regionalkonferenz

8. Juni 2015

OGS brauchen bessere Ausstattung

„Bildungsauftrag ernst nehmen“

spielende Kinder

Ein „Haus des Lebens und Lernens“ möchte die NRW-Landesregierung aus den Schulen machen. Bis zum Jahr 2020 soll es daher ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen geben. Fast 90 Prozent der Grundschulen im Land sind bereits Offene Ganztagsgrundschulen (OGS). Die Nachfrage ist groß, aber die Qualität lässt nach Ansicht der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe zu wünschen übrig. Derzeit finden Expertengespräche mit der Landesregierung zum Thema OGS statt. Die Diakonie RWL fordert eine bessere Finanzierung.

OGS brauchen bessere Ausstattung

5. Juni 2015

Erste Hilfe für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge

Alleine, aber in Sicherheit

Ihr Weg nach Europa war weit, ihre Flucht geprägt von Gewalt, Missbrauch und Verlust. Immer mehr junge Flüchtlinge reisen alleine nach Deutschland. Waren es 2009 noch knapp 3.000, so kamen im vergangenen Jahr bereits über 6.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Eine erste Aufnahme finden sie in den sogenannten Clearinghäusern der Jugendhilfe. Besonders engagiert und gut vernetzt ist die Einrichtung des Diakonischen Werkes an der Saar.

Diakonische Angebote für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Saarland

2. Juni 2015

Jugendmigrationsdienste bekommen mehr Geld

Beratung für junge Menschen aus 115 Ländern

Beratungssituation

Deutsch lernen, eine Ausbildung oder ein Studium machen und dann einen guten Job finden: Junge Menschen mit Migrationshintergrund haben meist klare Vorstellungen, was sie in Deutschland erreichen wollen. Unterstützt werden sie dabei von den Jugendmigrationsdiensten (JMD) freier Träger wie der Diakonie. Die seit 2012 sprunghaft angestiegene und auch 2015 weiter ansteigende Zahl junger Zuwanderer und die gleichzeitig enorm gewachsene Komplexität der Arbeit überlastet Mitarbeitende der JMD. Jetzt gibt es endlich mehr Geld vom Bund, insgesamt 12 Millionen Euro.

Jugendmigrationsdienste bekommen mehr Geld

29. Mai 2015

"Neue Struktur der Diakonie RWL muss flexibler sein"

Regionalkonferenz in Dortmund weiterer Meilenstein für Strategieentwicklung mit den Mitgliedern

Die Diakonie RWL möchte den Verband angesichts einer verschärften Wettbewerbssituation auf dem Sozialmarkt neu aufstellen. Eine angespannte Finanzlage und absehbar sinkende staatliche Zuwendungen erfordern es, die Kräfte zu bündeln. „Wir brauchen eine sachgerechte und kontroverse Debatte. Die Regionalkonferenzen sind ein Startsignal für eine gemeinsame Strategieentwicklung mit den Mitgliedern“, so Dr. Uwe Becker, Vorstandssprecher der Diakonie RWL auf der Regionalkonferenz in Dortmund.

Ausrichtung der Diakonie in RWL: Regionalkonferenzen und Onlinedialog

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